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Dieses Ladenlokal mit der Hausnummer 26 ist auf der Castroper Straße nicht der einzige Leerstand

Fußgängerzone

Wenig Leerstände in Datteln: Aber wie sieht die Innenstadt der Zukunft aus?

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Mit der Ansiedlung von "Nina's Vinos" im alten Tchibo-Café ist die Hohe Straße in Datteln "ausgebucht". Doch wie geht es weiter für die Innenstadt? In Zukunft winken Veränderungen.

Unter zehn Prozent der Ladenlokale in der Innenstadt sind derzeit Leerstände. Mit dieser Quote sind Quartiersmanagerinn Annika Siebert und Wirtschaftsförderer Stefan Huxel sehr zufrieden. Andere Städte in der Nachbarschaft hätten da deutlich mehr Probleme. 

Datteln: Innenstadt kein Handelszentrum mehr?

Während die Hohe Straße "ausgebucht" ist, finden sich an der Castroper Straße noch Leerstände. Dabei sei das dort angesiedelte Kaufhaus Danielsmeier ein "echter Magnet", der die Kunden anziehen würde. Doch laut Huxel und Siebert ist die Innenstadt in Zukunft nicht mehr das große Handelszentrum einer Stadt. 

Vielmehr entstehen oftmals außerhalb der Innenstädte Fachhandelszentren, an denen sich gleich mehrere Anbieter an einem Standort mit angebundenem Parkplatz etablieren. Eine Innenstadt müsse daher in Zukunft mit Aufenthaltsqualität punkten. Diese sei an einer Verkehrsstraße wie der Castroper Straße weniger vorhanden als auf der Fußgängerzone Hohe Straße

Diese Angebote fehlen in Datteln noch

Was in Datteln noch fehlt, da sind sich Wirtschaftsförderer und Quartiersmangerinn einig: Trotz der erfolgreichen Vinothek-Ansiedlung könnten noch weitere Gastronomie-Angebote hinzu kommen. Zudem fordern viele Dattelner einen Elektronikmarkt. „Da sind wir in Gesprächen und das Interesse an Datteln ist vorhanden“, sagt Huxel. Ein Elektro-Markt bräuchte aber Parkplätze und bei den bisherigen Standort-Vorschlägen kamen beide Parteien noch nicht auf einen Nenner. 

Annika Siebert verweist zuletzt noch auf ein weiteres Jugend-Mode-Angebot. "Tara M" sei zwar auch ein Magnet für die Kunden, aber da sich jüngere Leute gerne noch zum Bummeln und Shoppen in der Stadt treffen würden, könne ein breiteres Angebot nicht schaden, so Siebert.

Früher war der Tigg der Mittelpunkt des städtischen Lebens in Datteln. Über die Jahre hat sich das aber gewaltig verändert.

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