Stadttauben sind ein Problem, sie sorgen für Verunreinigung im Stadtgebiet.

Stadt kooperiert mit den "Ruhrpottmöwen"

Tauben-Problem in der Innenstadt: Hier soll das neue Zuhause für 140 Stadttauben entstehen

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  • Fabian Hollenhorst
    Fabian Hollenhorst
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Der Verein Ruhrpottmöwen will mit der Stadt Datteln einen Taubenschlag für die knapp 140 Stadttauben errichten - ein Standort wird nun geprüft

Seit mehreren Jahren kümmert sich der Verein "Ruhrpottmöwen" bereits um die knapp 140 Tauben in der Dattelner Innenstadt. Die Tauben sind zurzeit meist auf den Dächern der Gebäude um den Neumarkt herum beheimatet und fliegen zur Futtersuche auf den Marktplatz herab. 

Dort finden sie meist aber keine artgerechte Nahrung, wodurch ein höherer Säuregehalt im Kot der Tiere festzustellen sei. Dieser greift dann die Haus-Fassaden der Neumarkt-Gebäude an. Zudem könne laut den Ruhrpottmöwen die Population der Tauben nicht überwacht werden - sie brüten fleißig Eier aus. 

Datteln: Argumente der Ruhrpottmöwen haben überzeugt

Das alles soll sich mit einem Taubenschlag in der Innenstadt ändern. Die Argumente der Ruhrpottmöwen haben auch die Stadt Datteln überzeugt: Wenn Tauben gut versorgt werden, würden sie ihren Schlag kaum verlassen, müssten also nicht mehr auf Futtersuche auf dem Marktplatz gehen. Mit Ei-Attrappen könne zudem die Population reguliert werden und der Kot wäre nicht mehr schädlich für Gebäude.

Die Stadt Datteln machte sich daher auf die Suche nach einer geeigneten Heimat für die Tauben. Im Ausschuss für Stadtentwicklung wurde nun eine erste mögliche Unterkunft ins Spiel gebracht: Das Dachgeschoss im Gebäude Kolpingstraße 3 würde allee Anforderungen an einen Taubenschlag erfüllen. Da es im städtischen Besitz ist, könne auch eine Abhängigkeit von einem Eigentümer vermieden werden. Auch eine Strom- und Wasserversorgung sei vorhanden. 

Datteln: Alternativen am Schemm und Neumarkt sind nicht geeignet

Die zwei städtischen Alternativen, die Geragendächer am Schemm und das Dach eines Versorgungsgebäudes am Neumarkt, würden diese Anforderungen nicht erfüllen. Somit beauftragt der Ausschuss nun die Stadt, die bauliche Eignung für einen Taubenschlag zu prüfen.

Wenn sich das Gebäude eignet, soll eine Vereinbarung mit den Ruhrpottmöwen erarbeitet werden, die die finanzielle Unterstützung der Stadt regelt.Im Gespräch sind eine einmalige Zahlung von 5000 Euro sowie eine jährliche Zuwendung von 2400 Euro.

Die ruhrpottmöwen stehen auch den Nachbarn aus Oer-Erkenschwick mit Rat und Tat zur Seite.

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