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Diesem Paar möchte wohl niemand in der Küche begegnen.

Besorgte Bürger

Einsatz im Horror-Haus: Darum bedrohte ein Mann eine Frau mit der Pistole

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Datteln:  In einem seit 1993 leerstehenden Haus hielten sich nach Angaben besorgter Bürger Personen auf. Vor Ort trifft die Polizei auf einen Mann mit einer Pistole in der Hand. 

Als die Polizei an dem leerstehenden Haus in der Innenstadt von Datteln eintrifft, bietet sich ihr ein Bild des Schreckens. Im Inneren des Wirxel-Hauses steht ein Mann auf der Treppe, die in die erste Etage führt. Er richtet mit ausgestrecktem Arm eine Pistole auf eine vor ihm stehende Frau, die in Richtung der Polizisten schaut. Diese sind sofort alarmiert. Eine heikle Situation. Was die Polizisten zu diesem Zeitpunkt noch nicht wissen: Die Frau ist nicht wirklich in Gefahr.

Datteln: Keine Gefahr für die bedrohte Frau 

Noch bevor die Beamten weitere Maßnahmen einleiten, wird die Situation von Michael Grigat entschärft. Grigat ist Fotograf und hatte sich für ein Wochenende in dem seit 1993 leerstehenden Wirxel-Haus eingemietet. Der 55-Jährige, der im Hauptberuf als Regierungsangestellter tätig ist, war auf der Suche nach außergewöhnlichen Orten zur Umsetzung seiner fotografischen Ideen auf das baufällige Haus in der Dattelner Innenstadt gestoßen. 

Grigat sucht stets das Besondere. Und dafür muss er nicht zwingend die große weite Welt bereisen. Ganz im Gegenteil. Michael Grigat sucht diese Orte am liebsten vor der eigenen Haustür. Mit dem Wirxel-Haus hatte er die optimale Kulisse für sein neuestes Projekt gefunden. Das Bild, das sich dem Fotografen im Innern des heruntergekommenen Hauses bot, kam ihm absolut entgegen. Grigat, der am liebsten Menschen in besonderen und außergewöhnlichen Momenten fotografiert, war sofort von der Atmosphäre in dem Haus begeistert. 

Fotostrecke: Horror im Dattelner Wirxel-Haus

Fotograf Michael Grigat hat sich ein Wochenende in dem seit 1993 leerstehenden Wirxel-Haus eingemietet und Bilder für ein neues Projekt gemacht. © Michael Grigat
Fotograf Michael Grigat hat sich ein Wochenende in dem seit 1993 leerstehenden Wirxel-Haus eingemietet und Bilder für ein neues Projekt gemacht. © Michael Grigat
Fotograf Michael Grigat hat sich ein Wochenende in dem seit 1993 leerstehenden Wirxel-Haus eingemietet und Bilder für ein neues Projekt gemacht. © Michael Grigat
Fotograf Michael Grigat hat sich ein Wochenende in dem seit 1993 leerstehenden Wirxel-Haus eingemietet und Bilder für ein neues Projekt gemacht. © Michael Grigat
Fotograf Michael Grigat hat sich ein Wochenende in dem seit 1993 leerstehenden Wirxel-Haus eingemietet und Bilder für ein neues Projekt gemacht. © Michael Grigat
Fotograf Michael Grigat hat sich ein Wochenende in dem seit 1993 leerstehenden Wirxel-Haus eingemietet und Bilder für ein neues Projekt gemacht. © Michael Grigat
Fotograf Michael Grigat hat sich ein Wochenende in dem seit 1993 leerstehenden Wirxel-Haus eingemietet und Bilder für ein neues Projekt gemacht. © Michael Grigat
Fotograf Michael Grigat hat sich ein Wochenende in dem seit 1993 leerstehenden Wirxel-Haus eingemietet und Bilder für ein neues Projekt gemacht. © Michael Grigat

Datteln: Horror-Clown auf dem Fahrrad

Zersprungene Fensterscheiben, abgeplatzte Fliesen, alte Tapeten, knarrende Treppenstufen - ein Horror-Haus wie man es aus unzähligen Filmen kennt. Nachdem Grigat sich über private Kontakte mit dem Eigentümer geeinigt hatte,  zog er mit seinem Team und den Fotomodellen für ein Wochenende in das Horror-Haus ein. Mittels perfekter konzipierter Beleuchtung steigerte er die unheimliche Kulisse zu einem echten Horror-Szenario.

In einem völlig zerstörten Badezimmer des Hauses lässt er eine Frau an der Wand stehen, die aussieht, als wäre sie gerade erst aus einem Grab auferstanden. Das von Vandalen an die Wand geschriebene "I was here" verleiht der Szene Nachdruck. Für ein anderes Bild lässt er ein männliches Model, das ein bisschen an Joaquin Phoenix Rolle in "Joker" erinnert, mit einem Kinderfahrrad fahren. 

Datteln: Psycho-Pärchen wartet mit Axt in der Küche

In der Küche des Hauses stellt er zwei Models, deren Köpfe mit weißen Verbänden umwickelt sind. Die Frau schmiegt sich fast schon zärtlich an ihren Mann, der in der rechten Hand eine Axt hält. Trotzdem die Augen des Pärchens nicht zu sehen sind, kommt das ungute Gefühl auf, die beiden würden den Betrachter genauestens beobachten. Eine Begegnung mit dem Paar möchte vermutlich jeder vermeiden.

Das Shooting im Horror-Haus ist mittlerweile Geschichte und Michael Grigat schenkt anderen Themen seine Aufmerksamkeit. Seit 2014 studiert er nebenberuflich Fotodesign am Institut für Ausbildung in bildender Kunst (ibkk). Mittlerweile besucht er sogar die Meisterklasse. Grigat, dessen Erkennungszeichen eine goldene Krone ist, arbeitet derzeit an seiner Diplomarbeit. Für das generationsübergreifende Projekt sucht der 55-Jährige noch Frauen im Alter von 60plus. Die Akteurinnen können klein, groß, schlank oder tätowiert sein. Am wichtigsten sei, dass sie gute Laune mitbringen, sagt Michael Grigat. 

Wer Michael Grigat bei seiner Diplomarbeit als Model unterstützen möchte oder einfach einen Blick auf seine anderen Werke werfen möchte, besucht am besten seine Homepage: www.moor-picture.art

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