Mahnwache vor dem Kraftwerk Datteln 4 gegen Polizeigewalt
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Mit Bannern wollten einige Teilnehmergruppen ihre Botschaften unter die Menschen bringen.

Klima-Aktivisten zeigen Solidarität

Gegen Polizeigewalt - so verlief die Mahnwache der Theologen vor dem Kraftwerk Datteln 4

  • Fabian Hollenhorst
    vonFabian Hollenhorst
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  • Sebastian Balint
    Sebastian Balint
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Vor der Besetzung des Kraftwerks Datteln 4 wurden drei Theologen aus Münster von der Polizei in Gewahrsam genommen. Nun organisierten sie eine Mahnwache gegen Polizeigewalt.

  • Am Abend vor der Besetzung des Kraftwerks Datteln 4 von "Ende Gelände" wurden drei Theologen des Instituts für Theologie und Politik (ITP) aus Münster von der Polizei kontrolliert und in Gewahrsam genommen. 
  • Sie standen laut Polizei im Verdacht, unmittelbar bevorstehende Straftaten zu verüben und  mussten die Nacht im Gefängnis verbringen
  • Knapp zwei Wochen später riefen sie zur Mahnwache gegen Polizeigewalt auf: Knapp 100 Teilnehmer folgten dem Aufruf

Mit 300 Teilnehmern hatten die Theologen bei ihrer Mahnwache vor dem Kraftwerk Datteln 4 gerechnet. Bei stärkeren Windböen durch das Sturmtief Victoria waren knapp 100 Menschen dem Aufruf gefolgt. Sie versammelten sich am Besucherzentrum des Kraftwerks direkt am Kanal mit Fahnen, Schildern und Spruchbändern. Ihr Ziel: Solidarität für die drei in Gewahrsam genommenen Theologen zeigen.

Dr. Julia Lis ist eine der drei betroffenen Theologen aus Münster. Sie ergriff das Mikrofon und fasste ihre Erfahrungen während der Polizeikontrolle zusammen: "Wir haben frierend die Nacht in Zellen verbracht und uns wurde der Anwalt verweigert", sagte sie. Engagement und Sympathie für die Klimabewegung dürfe aus ihrer Sicht aber kein Grund dafür sein, jemanden in Haft zu nehmen. Für diese Worte erntete sie Applaus der Teilnehmer. 

Bildergalerie: die Mahnwache der Theologen vor dem Kraftwerk Datteln 4

Bildergalerie: die Mahnwache der Theologen vor dem Kraftwerk Datteln 4.
Bildergalerie: die Mahnwache der Theologen vor dem Kraftwerk Datteln 4. © Sebastian Balint
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Bildergalerie: die Mahnwache der Theologen vor dem Kraftwerk Datteln 4. © Sebastian Balint
Bildergalerie: die Mahnwache der Theologen vor dem Kraftwerk Datteln 4.
Bildergalerie: die Mahnwache der Theologen vor dem Kraftwerk Datteln 4. © Sebastian Balint
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Bildergalerie: die Mahnwache der Theologen vor dem Kraftwerk Datteln 4.
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Bildergalerie: die Mahnwache der Theologen vor dem Kraftwerk Datteln 4.
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Bildergalerie: die Mahnwache der Theologen vor dem Kraftwerk Datteln 4. © Sebastian Balint

Datteln: Theologin will sich nicht einschüchtern lassen

Die Theologin forderte in ihrer Rede Menschenwürde und Gerechtigkeit für alle und kündigte an, sich nicht einschüchtern lassen zu wollen. Den ersten Teilerfolg ließ sie dabei nicht außen vor: das erteilte Betretungsverbot, sich dem Kraftwerk nicht nähern zu dürfen, wurde bis zum Hauptverfahren aufgehoben.

Auch Kathrin Henneberger, Aktivistin und Sprecherin des Anti-Kohle-Bündnisses "Ende Gelände", solidarisierte sich in ihrer Rede mit den Theologen. Sie berichtete von ihren Erfahrungen in Einzelhaft. Vor zehn Jahren sei sie das erste Mal verhaftet worden als sie gegen das Kraftwerk Moorburg in Hamburg demonstrierte. „Als ich aus der Haft entlassen wurde, waren dort liebe Menschen, die mich erst einmal in den Arm genommen haben“", sagt sie. 

Datteln: Hambacher Forst ist für Aktivistin kein Einzelfall

Aus Hennebergers Sicht müsse man nur zum Hambacher Forst gucken, um zu sehen was möglich ist, wenn Protest laut wird. Der "Hambi" sei für sie lange kein Einzelfall.

"Wir stehen an euerer Seite", verspricht sie der Theologin Dr. Julia Lis.

Am frühen Morgen des 2. Februars war es knapp 150 Aktivisten von Ende Gelände, DeCOALonize Europe und Fridays-for-Future gelungen, das Kraftwerksgelände zu besetzen

Nach derEntscheidung zur Inbetriebnahme beim Gipfel im Bundeskanzleramt sind die Proteste gegen das Kraftwerk Datteln 4 auch über die Stadtgrenzen hinaus laut geworden.

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