Katastrophale Zustände herrschen in der jetzigen, im Jahr 1950 erbauten Krankenstation in Dombiadji. Das Foto zeigt den Kreißsaal.
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Katastrophale Zustände herrschen in der jetzigen, im Jahr 1950 erbauten Krankenstation in Dombiadji. Das Foto zeigt den Kreißsaal.

OP-Tische für Krankenstation

Katastrophale Zustände: Lions-Club und St.-Vincenz eilen in Westafrika zur Hilfe

  • Uwe Wallkötter
    vonUwe Wallkötter
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Die Krankenstation in Dombiadji (Guinea) wurde im Jahr 1950 erbaut - sie ist die einzige im Umkreis von 25 Kilometern. Aktuell ist die medizinische Situation katastrophal - das soll sich ändern.

Amadou Diallo arbeitet seit 18 Jahren in Deutschland. Seinem Heimatdorf Dombiadji im westafrikanischen Guinea blieb er dabei immer verbunden und sammelte regelmäßig Spenden. Mit der großen Bitte, beim Umbau oder Neubau der Krankenstation in seinem Heimatdorf zu helfen, trat er an Lions-Mitglied Hans-Günter Benthaus heran. Und der Lions-Club Datteln/Waltrop setzte alle Hebel in Bewegung.

Die Finanzierung für dieses Projekt wäre vom Lions-Club Datteln-Waltrop aber allein nicht zu stemmen. Neben den vielen großzügigen kleinen und großen Privatspenden gibt es für das Vorhaben unter anderem Zuschüsse vom Lions- Distrikt Westfalen-Lippe, einem gemeinnützigen Verein und der Stiftung von Lions International.

Datteln/Waltrop: Krankenhaus spendet OP-Tische - Projekt kostet 220.000 Euro

Jetzt wird das Projekt, das mit mehr als 220.000 Euro kalkuliert ist, Realität. Und Unterstützung dafür kommt auch vom St. Vincenz. Das Dattelner Krankenhaus spendet mehrere OP-Tische, die bislang im St. Vincenz noch im Einsatz waren. Diese seien zwar in die Jahre gekommen, technisch aber einwandfrei.

Insgesamt stellt die Klinik sieben OP-Tische zur Verfügung. Vier wollen die Lions in jedem Fall nach Guinea bringen. „Das hängt auch von der logistischen Machbarkeit ab“, sagt der Club-Präsident Dietmar Neuhäuser. Denn neben den OP-Tischen werden auch etliche Kinderbetten, eine Spende der Dattelner Kinderklinik, dorthin verschifft.

Datteln/Waltrop: Entbindung mit Taschenlampen oder Fackeln

Wie die Lions berichten, sind die schlimmen hygienischen Bedingungen in Dombiadji eine Gefahr für jeden Patienten, sich mit Keimen anzustecken. Das Inventar ist veraltet und verrostet, Strom und Wasser gibt es nicht. Behandlungen, zum Beispiel Entbindungen, erfolgen während der Nacht mit Hilfe von Taschenlampen oder Fackeln, was eine zusätzliche Komplikation für Mutter und Kind darstellt.

Die neue Kinder- und Krankenstation wird auf einem Grundstück von 10.000 Quadratmetern gebaut. Sie soll die medizinische Basisgesundheitsversorgung der Menschen in den umliegenden Dörfern in einem Umkreis von 350 Kilometern sicherstellen.

Die Unterstützung lokaler Projekte bleibt für den Lions-Club Datteln/Waltrop aber weiter eine Herzensangelegenheit. Was die Lions in Datteln und Waltrop in der letzten Zeit auf die Beine gestellt haben, alle Hintergründe zum Projekt in Guinea und über die Probleme beim Transport lesen Sie in der Ausgabe von Freitag, 16. Oktober, in der Print-Ausgabe der Dattelner Morgenpost und der Waltroper Zeitung sowie im Epaper.

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