Rund 70 Bürger informierten sich auf dem Hof der Firma Launhardt über die Riesen-Windräder.
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Rund 70 Bürger informierten sich auf dem Hof der Firma Launhardt über die Riesen-Windräder.

Erneuerbare Energien

In Datteln regt sich Widerstand: Windradgegner machen mobil und wollen kämpfen

  • Sebastian Balint
    vonSebastian Balint
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In Datteln sollen in direkter Nachbarschaft zu Waltrop zwei Riesen-Windräder aufgestellt werden. Die Einwendungsfrist ist längst abgelaufen. Dennoch regt sich Widerstand.

Die Öffentlichkeit wurde nicht ausreichend über die Pläne der Firma GP-Joule informiert, davon ist Unternehmer Rainer Launhardt überzeugt. Die vier Wochen, in denen die Pläne des Unternehmens im Bürgerbüro in Waltrop und im Rathaus der Stadt Datteln ausgelegen haben, seien zu kurz gewesen.

Zudem habe die Verwaltung die Bürger der Stadt Datteln nicht ausreichend über das Projekt informiert. Auch hätten die Medien nicht über die Pläne berichtet, sagen die Windradgegner. Jetzt trafen sich 70 Bürger im Hof der Firma Launhardt, um sich von Rainer Launhardt über die möglichen Folgen des Bauprojekts aufklären zu lassen. Die Kritikpunkte waren nicht neu.

Datteln: Modelle sollen Größenverhältnisse verdeutlichen

Die Nähe zur Beisenkampsiedlung, der Schattenschlag durch die Rotorblätter und die akustische Beeinträchtigung durch sogenannten Infraschall, sind aus Sich Launhardts und seiner Mitstreiter nicht hinnehmbar. Im Hofe seines Unternehmens hatte Launhardt maßstabsgetreue Modelle der beiden geplanten Windräder und des Kühlturms des benachbarten Kraftwerks Datteln 4 aufstellen lassen.

Mit einer Höhe von 240 Metern würden die Windräder den Kühlturm noch um 60 Meter überragen, erklärte Rainer Launhardt den Anwesenden. Prominente Unterstützung erfahren die Windradgegner von Altbürgermeister Wolfgang Werner. „Ich finde, Datteln hat mit dem Kraftwerk schon genug auf sich genommen“, sagte Werner.

Datteln 4 habe das Stadtbild und auch die Umwelt nachhaltig verändert. „Jetzt müssen andere Regionen einspringen.“ Auch wenn die Einwendungsfrist abgelaufen ist, die Windradgegner wollen dennoch gegen den Bau kämpfen.

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