Hier herrschte noch viel Betrieb: Das ehemalige Zechengelände Emscher-Lippe als Luftbildaufnahme

Treffen der Kokerei-Mitarbeiter

Knotenpunkt Datteln: Beste Voraussetzungen zum Verschiffen von Kohle und Koks

  • Fabian Hollenhorst
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  • Norbert Schmitz
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Die Zeche Emscher-Lippe und damit auch die beiden Dattelner Kokereien sind Geschichte. Heute erinnert nur noch wenig daran. Ehemalige Kokerei-Mitarbeiter gingen nun auf Spurensuche.

Sträucher und Bäume sind mittlerweile über den alten Schienenverlauf gewachsen, der die Zechen Emscher-Lippe 1/2 und 3/4 miteinadner verbunden hat. „Die Natur hat dieses Gebiet zurückerobert“, stellt der ehemalige Kokerei-Arbeiter Manfred Sahlmen fest. 

Mit 40 seiner ehemaligen Kollegen brach er zu einem Rundgang zwischen Mühlenbach und Dortmund-Ems-Kanal auf - dort,

wo Kohle gefördert wurde

und bis zum Jahre 1975 noch in einer der beiden Kokereien in Datteln zu Koks verarbeitet wurde.

Datteln: Bergbau genoss hohen Stellenwert

Die muntere Gruppe traf sich am heutigen Centro-Med an der Heibeckstraße. „Hier war früher der Landabsatz, wo der Koks umgeladen wurde und bis ins Münsterland transportiert wurde", erinnert sich Sahlmen. 

Und beim Transport konnte den Dattelnern laut dem ehemaligen Kokerei-Mitarbeiter kaum jemand etwas vor machen: „Mit der Anbindung an den Kanal und ans Schienennetz hatten wir die besten Voraussetzungen, um Kohle und Koks direkt verschiffen zu können." 

Die gute Infrastruktur habe dem Bergbau in Datteln einen hohen Stellenwert verschafft. Heute gehört der damalige Hafen am Dortmund-Ems-Kanal mit seinen Kränen und Baggern ebenso in die Geschichtsbücher wie die Zechen und Kokereien.

Nach der historischen Wanderung kamen die rund 40 Teilnehmer im Bunkerstollen zusammen.


Als die Gruppe später zu einer Gührung im Bunker- und Bergbaumuseum einkehrte, erwies sich Manfred Sahlmen sogar noch als Heimatkundler: „Der Mühlenbach hat seinen Namen daher, weil es hier einmal sieben Mühlen gegeben hat.“ 

Zwei davon wurden am Gutacker betrieben, davon eine als Ölmühle, wovon sich der Straßenname des Oelmühlenwegs ableiten lässt.

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