Moderiert seit Jahren die Nachtschnittchen: Helmut Sanftenschneider.
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Moderiert seit Jahren die Nachtschnittchen: Helmut Sanftenschneider.

Zweite Show nach Corona-Pause

Nachtschnittchen: Ein Clown und der Tod belustigen 200 Zuschauer am Schiffshebewerk

  • Martina Bialas
    vonMartina Bialas
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Nach der erfolgreichen kleinen Open-Air-Nachtschnittchen-Show im August auf der Oberwasserbühne am Schiffshebewerk lud Moderator Helmut Sanftenschneider jetzt zu einer weiteren Show gleich 200 Zuschauer ein.

In kuschlige Jacken oder Decken gehüllt versammelten sich die Zuschauer im erforderlichen Sicherheitsabstand unter dem leuchtenden Sternenhimmel am Kanal. Zwei Sterne der Unterhaltungsbranche hatte Sanftenschneider zur Belustigung mitgebracht. Der amerikanische Clown Peter Shup durfte starten. Er pirschte sich über den Spielplatz an die Bühne heran. Als Begleitung führte er einen imaginären Hund an der Leine mit sich.

Datteln: Ein Clown und der Tod als Star-Gäste der Nachtschnittchen

Der nicht vorhandene beste Freund des Menschen führte gleich zu den ersten großen Lachern. Überhaupt verstand es Shup bestens, sein Publikum mit großen Gesten – ohne jegliche Worte – zu unterhalten. Er kämpfte mit den Mikrofonen, einem widerspenstigen Kameraständer und einem Basilikum, dessen Blätterpracht er effektvoll in Form schnitt.

Um das Ende des Lebens dagegen kümmerte sich der zweite Gast: der Tod. Er betrat mit schwarzer Kutte, die Kapuze tief ins Gesicht gezogen, und einer Sense in der Hand die Bühne. Mit piepsiger Stimme berichtete er von seinem unglaublichen erfolgreichen Jahr 2020. „Erstaunlich, alle anderen stöhnen, dass es bei ihnen gar nicht läuft!“, setzte er noch einen drauf.

Datteln: Helmut Sanftenschneider sorgt für die passende Würze

Die Zuhörer aus Datteln, Waltrop und der Umgebung dagegen stöhnten eher lachend über die skurrilen Sterbe-Witze auf. Berührungsängste zu diesem eigentlichen Tabuthema gab es keine. Als erfolgreicher Unternehmer hatte „Der Tod“ gleich seine Praktikantin Exitussi mitgebracht, die mit kurioser Gebärdensprache die Erzählung ihres Chefs über das Sterben in Holland im Mittelalter für mögliche Gehörlose und Anderssprachige übersetzte.

Die 90 vergnüglichen Show-Minuten würzte Sanftenschneider in bewährter Manier mit seiner Musik und jeder Menge flapsiger Ansagen. Sein neuer Song über Castrop-Rauxel war nach genau zwei Takten Musik schnell wieder beendet. Er griff jedoch ein weiteres Mal in die Saiten seiner Gitarre, um den leicht fröstelnden Zuhörern das Lied „Esther friert so“ vorzuspielen. Die Fans der Veranstaltung bekamen an diesem Abend genau das, worauf sie so lange gewartet hatten: Entertainment der besonderen Art.

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