Haarige Angelegenheit

Dattelner Grundschülerin spendet Haare für krebskranke Kinder

  • Sebastian Balint
    vonSebastian Balint
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Elin Fuchs (7) hat ihre lange Mähne der Schere von Friseurmeisterin Tuba Sögüt (29) geopfert. Sie möchte ihre Haare für die Perücken krebskranker Kinder spenden.

Elin Fuchs ist sieben Jahre alt und besucht die 2. Klasse der Lohschule in Datteln. Eigentlich wollte sich die Siebenjährige ihren Mitschülern zum Schulstart – der coronabedingt ins Wasser fällt – am Montag mit einem ganz neuen Look präsentieren. Denn Elin hat sich kurz vor dem Schulstart von 30 Zentimeter Haaren auf ihrem Kopf getrennt. Und das hat einen ganz besonderen Grund.

„Wenn ich von der Schule nach Hause komme, gucke ich mir gerne Videos bei Youtube an“, berichtet Elin. Dabei sei sie eines Tages auf ein Video gestoßen, das ihre Aufmerksamkeit erweckte. „Es ging um ein Mädchen, das ihre langen Haare gespendet hat, damit daraus Perücken für krebskranke Kinder gemacht werden können.“ Elin weiß trotz ihrer sieben Jahre um die Auswirkungen der heimtückischen Krankheit. „Mein Onkel hatte auch Krebs“, sagt sie. „Und er ist auch daran gestorben.“

Zopf für Zopf fallen Elins lange Haare der Schere zum Opfer. Für die Siebenjährige kein Problem: „Ist ja für den guten Zweck.“

Datteln: Siebenjährige weiß genau, was sie will

In dem Video sei auch gezeigt worden, wie die Perücke angefertigt wurde und wie glücklich das Mädchen gewesen sei, das sie später tragen durfte. Es sei eigentlich nicht üblich, dass Spender und Empfänger aufeinandertreffen, erklärt Elin. „Aber für die Dokumentation haben die wohl eine Ausnahme gemacht. Und dann sind die beiden sogar Freundinnen geworden. Das hat mir sehr gut gefallen.“

Noch während Elin das Video anschaute, sei in ihr der Wunsch aufgekommen, ihre eigenen Haare zu spenden, sagt sie. Die Siebenjährige erzählte ihrer Mutter Vanessa (41) von ihrer Idee. Und die willigte gleich ein. „Wir haben uns dann auf der Seite www.haare-spenden.de informiert, wie das ablaufen muss“, berichtet Mutter Vanessa. Elins Vater war nicht sofort begeistert, stimmte dem Plan der Tochter aber dennoch zu.

Die ganze Geschichte lesen Sie heute in der Printausgabe der Dattelner Morgenpost und in unserem ePaper.

Rubriklistenbild: © Sebastian Balint

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