Oberarzt Prof. Michael Frosch (li.) freut sich über die Unterstützung der drei Flippervereine aus NRW, die in Corona-Zeiten ein wichtiges Angebot für die Schmerzpatienten möglich gemacht haben.
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Oberarzt Prof. Michael Frosch (li.) freut sich über die Unterstützung der drei Flippervereine aus NRW, die in Corona-Zeiten ein wichtiges Angebot für die Schmerzpatienten möglich gemacht haben.

Folgen der Corona-Pandemie

Dattelner Kinderklinik geht neue Wege: Flippern gegen den Schmerz

  • Uwe Wallkötter
    vonUwe Wallkötter
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Das Deutsche Kinderschmerzzentrum an der Dattelner Kinderklinik geht in der Behandlung junger Schmerzpatienten zu Corona-Zeiten neue Wege. Und zwar mit Flipper-Automaten.

Ungewöhnliche Zeiten erfordern ungewöhnliche Maßnahmen: Weil das Coronavirus wichtige Bausteine der Schmerztherapie aushebelt, ließ sich das Team des Deutschen Kinderschmerzzentrums an der Dattelner Kinderklinik etwas Neues einfallen. Dort wird jetzt unter anderem gegen den Schmerz „angeflippert“. Eine Kooperation mit gleich drei Flipper-Vereinen macht‘s möglich.

„Nichtstun und soziale Isolation sind Gift für den Therapieerfolg in der Schmerztherapie“, erzählt Oberarzt Prof. Michael Frosch. Keine gute Nachricht in Zeiten, in denen gerade der enge Kontakt zu anderen Menschen eingeschränkt werden muss. Auch auf der Station Leuchtturm, auf der die Patienten des Deutschen Kinderschmerzzentrums behandelt werden, haben sich die Therapieabläufe im Laufe der Corona-Pandemie verändert.

300 Patienten

Das Deutsche Kinderschmerzzentrum an der Vestischen Kinder- und Jugendklinik Datteln behandelt auf der Station „Leuchtturm“ jedes Jahr etwa 300 Patienten, die unter schweren chronischen Schmerzen leiden, und ist damit die weltweit führende Einrichtung dieser Art.

Mehr unter: www.deutsches-kinderschmerzzentrum.de

„Ein Baustein der Therapie bei uns ist, dass Kinder und Jugendliche die bei uns erlernten Methoden im Alltag üben“, erläutert Frosch. In Nicht-Corona-Zeiten geschieht das durch so genannte „schmerztherapeutische Belastungserprobungen“: Besuche zu Hause in der Familie, Unterrichtsbesuche in der Heimat-Schule oder andere soziale Gruppenaktivitäten am Heimatort.

Unter den aktuellen Bedingungen des Infektionsschutzes ist das alles seit Monaten nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich. Alternativen müssen also her, um die bisherigen Belastungserprobungen unter Corona-Regeln umzusetzen: Das Team des Deutschen Kinderschmerzzentrums setzt auf viel Bewegung an der frischen Luft, Konzentrationsaufgaben und neue Ideen für die Freizeit. Eine davon: „Flippern gegen den Schmerz“. Drei Flipper-Vereine aus NRW stellen dem Deutschen Kinderschmerzzentrum zwei Flipper und einen Arcade-Automaten (Videospielautomat) zur Verfügung.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Printausgabe der Dattelner Morgenpost und in unserem ePaper.

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