Als stellvertretender Bürgermeister möchte André Tost mit Menschen aus vielen Bereichen der Gesellschaft ins Gespräch kommen.
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Als stellvertretender Bürgermeister möchte André Tost mit Menschen aus vielen Bereichen der Gesellschaft ins Gespräch kommen.

Auf der Überholspur

Dattelner Lokalpolitiker wird überraschend schnell dritter Bürgermeister

  • Sebastian Balint
    vonSebastian Balint
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  • Jörn Tüffers
    Jörn Tüffers
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Der Dattelner André Tost zeigt, dass es keine Ochsentour braucht, um in einer Partei etwas zu werden. 2017 ist er der CDU beigetreten, schon ist er stellvertretender Bürgermeister.


André Tost aus Datteln ist 33, verheiratet, Vater eines dreijährigen Sohns und im Management bei Gelsenwasser beschäftigt – und seit der Kommunalwahl im September einer der beiden Stellvertreter von Bürgermeister André Dora (SPD). In die CDU eingetreten ist er 2017, hat den Europa- und den Kommunalwahlkampf mit bestritten und führt seit wenigen Wochen den Ortsverband Mitte, es ist der mitgliederstärkste der CDU in Datteln. Und: Hat er bisher Ratssitzungen als Zuschauer verfolgt, ist er in dieser Wahlperiode Akteur – als eines von zwölf Ratsmitgliedern seiner Partei.

Für ihn stand seit seinem Eintritt in die CDU im Jahr 2017 fest, dass er nicht nur irgendwie dabei sein wollte, „nein, ich wollte mich politisch einbringen“. Das hat der 33-jährige Dattelner bis zur Wahl bereits ohne Mandat und Amt getan. Der Posten des stellvertretenden Bürgermeisters hat ihn gereizt, „weil es eine hervorragende Möglichkeit ist, mit Bürgern aus ganz vielen Bereichen Kontakte zu knüpfen“, sagt er.

Datteln: Wochenmarkt ist der Umschlagplatz für Informationen

Schließlich lag bei dem ehemaligen Handballer (Rückraum) bisher der Schwerpunkt auf dem Vereinsleben. Er könne aus dem Stegreif die Namen von einigen Dutzend Leuten aufzählen, die er vom Handball, Fußball und Hockey kenne. Beim TV 09 hat er übrigens mit André Dora gespielt; der wurde später sein Trainer. Vor einigen Jahren erhielt André Tost das Angebot für ein Jahr bei der Commerzbank in Frankfurt zu arbeiten. Es wurden vier Jahre – bis es ihn und seine Frau in die Heimat nach Datteln zurückzog.

Hier trifft man ihn samstags auf dem Wochenmarkt; für den 33-Jährigen der Umschlagplatz für Informationen schlechthin. Was er da hört? Dass sich viele Dattelner ein anspruchsvolleres und abwechslungsreicheres Gastronomie-Angebot wünschen. Dass es funktioniert, zeige die Bodega „Ninas Vinos“ an der Hohen Straße. „Davon brauchen wir mehr – damit die Innenstadt auch abends belebt ist.“ Der 33-Jährige ist überzeugt: „Datteln ist lebenswert. Datteln kann aber mehr, als es zeigt.“

André Tost über...

. . . das Ergebnis bei der Kommunalwahl: „Das war für uns enttäuschend. Wir haben unsere Ziele nicht erreicht und haben unsere Arbeit und Ideen nicht in der Güte und Breite transportiert, wie es notwendig gewesen wäre.“

. . . Dattelns Potenziale: „Wir sagen zwar, dass wir den größten Kanal-Knotenpunkt der Welt haben – aber wir machen nichts daraus. Was finden wir am Kanal vor? Leider kein attraktives Angebot. Kaum Gastronomie, wenig Sportangebot und keine schön gestalteten Flächen.“

. . . Ansiedlung von Gewerbe: „Es war absolut richtig, dass wir uns gegen die Dillenburg ausgesprochen haben. Die Natur dort muss erhalten bleiben. Wir müssen an anderen Orten Flächen entwickeln. Dazu gehört natürlich der newPark. Die Entwicklung dort geht in die richtige Richtung.“

. . . Wettbewerbsnachteile: „Es bleibt uns natürlich nicht verborgen, dass vornehmlich Olfen für Unternehmen aus Datteln attraktiv ist, die erweitern wollen oder einen neuen Standort suchen. Ich könnte auf Anhieb vier oder fünf Unternehmer nennen, die expandieren wollen, aber es mangels Flächen nicht können. Das liegt nicht am fehlenden Einsatz der Wirtschaftsförderung, sondern am Mangel an Flächen.“

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Printausgabe der Dattelner Morgenpost und in unserem ePaper.

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