Auch US-Serienstar David Hasselhoff hat Reinhard Prahl getroffen. Schließlich wurde der mit „Knight Rider“ und dem sprechenden Auto auch zum Science-Fiction-Helden.
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Auch US-Serienstar David Hasselhoff hat Reinhard Prahl getroffen. Schließlich wurde der mit „Knight Rider“ und dem sprechenden Auto auch zum Science-Fiction-Helden.

Dattelner ist Science-Fiction-Spezialist

"Möge die Macht mit dir sein"

  • vonAlfred Pfeffer
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DATTELN - Seit Jahrzehnten schwört der Dattelner Reinhard Prahl auf Abenteuer im All. Tausende von Filmen und Büchern hat er im Archiv.

Reinhard Prahl ist seiner Zeit weit voraus – zumindest in seiner Fantasie. „Der Weltraum, unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2200...“ So beginnt die legendäre Fernsehserie, die Millionen Fans in aller Welt in ihren Bann zog, und auch für den kleinen Reinhard Prahl zum Schlüssel-Erlebnis wurde. Im zarten Alter von sechs Jahren sah er erstmals „Star Trek“, besser gesagt: „Raumschiff Enterprise“ (so der deutsche Titel in den 70er-Jahren), und war sofort Feuer und Flamme.

Das ist nun fast 45 Jahre her und seitdem verging kaum ein Tag, an dem Reinhard Prahl nicht in Gedanken in fernen Welten unterwegs gewesen wäre – dort, wo die Entfernung in Lichtjahren gemessen wird. Aus dem Star-Trek-Fan von einst ist inzwischen ein versierter Science-Fiction-Spezialist geworden. In Zahlen ausgedrückt umfasst das Archiv des 50-jährigen Dattelners 1400 Filme, 130 Serien und rund 2000 Bücher. Und dann gibt es da noch die Einzelstücke von besonderem Wert: Autogrammkarten und Selfies mit allen erdenklichen SciFi- und Comic-Helden inklusive Captain Kirk, die er alle einmal persönlich getroffen hat.

„Für mich ist Science Fiction ein wichtiger Teil der Popkultur und ein unerschöpfliches Feld“, sagt Reinhard Prahl, der mittlerweile zu den exponierten Vertretern der Trekkie-Szene gehört. Er war in der Vergangenheit Mitorganisator diverser Fan-Treffen, zu denen immer auch "Cosplayer" (frei übersetzt: Kostüm-Spieler) kommen. Die Kostüme und Requisiten ihrer Filmhelden bauen sie kostspielig und aufwendig nach. „Wegen dieser Rollenspieler werden wir Science-Fiction-Anhänger oft als spinnert angesehen. Aber das ist Quatsch, wir sind beileibe keine Nerds“, erklärt Reinhard Prahl. Er interessiert sich ganz besonders für die wissenschaftliche Seite der Geschichten.

Spätestens seit Jules Verne weiß der geneigte Leser ja, dass so manche „Erfindung“ fantasiebegabter Autoren Jahrzehnte später Realität wurde. „Das gilt auch für unsere Zeit. Wer hätte vor 30 Jahren gedacht, dass es Smartphones, Tablets und Nano-Roboter geben würde. Und für die nahe Zukunft ist sicher, dass es 3-D ohne Brille geben wird, ebenso wie Reisen zum Mars. Allerdings muss man irgendwo auch die physikalischen Grenzen anerkennen. Das berühmte ‚Beamen‘ wird es nie geben“, meint Reinhard Prahl.

Für Liebhaber von Fantasy und Science Fiction aus der Region bietet Reinhard Prahl jetzt auch einen regelmäßigen Stammtisch für den Erfahrungsaustausch unter Gleichgesinnten an, den sogenannten „Phantastik-Treff“. Der nächste Treff findet statt am 20. Januar um 18 Uhr in der Gaststätte „Zur langen Theke“, Castroper Straße 39, in Recklinghausen.

Als Webmaster des Internet-Portals „greatscifi“ gibt Prahl Einsteigern und Kennern viele gute Tipps: „Ich finde, gegen handwerklich gut gemachte Unterhaltung ist überhaupt nichts zu sagen. Die größte Faszination geht für mich aber von Science-Fiction-Literatur mit philosophischem Tiefgang aus, wie zum Beispiel Stanislav Lem ‚Solaris‘.“

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