Zwischen Klassiker und selbstgebastelt - heutzutage gibt es viele verschiedene Arten von Adventskalendern. Was ist Ihr Favorit?
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Zwischen Klassiker und selbstgebastelt - heutzutage gibt es viele verschiedene Arten von Adventskalendern. Was ist Ihr Favorit?

Kalender-Türchen

Der Advent steht vor der Tür: Früher gab es Schokolade, heute ist das anders - doch die Überraschung bleibt

  • Jörn Tüffers
    vonJörn Tüffers
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24 Zahlen, 24 Türchen, 24 süße Geheimnisse: Das ist die Erinnerung an die Adventskalender unserer Kindheit. Mit einem Stückchen Schokolade lassen sich die Kinder in der heutigen Adventszeit meist aber nicht mehr abspeisen.

Es war nur ein hauchzartes Täfelchen – ein Stückchen Schokolade, auf das zwei Dutzend verschiedene Motive gepresst wurden: mal ein Ball, mal eine Kerze, ein Stern – oder aber an Heiligabend ein Christkind, das hinter dem größten Türchen wartete und nicht minder schnell verdrückt wurde wie seine 23 Vorgänger.

Die Adventskalender unserer Kindheit, sie zeigten in Weiß getauchte Landschaften, bunt geschmückte Häuser, auf deren Dächern sich die Schneemassen türmten; da gab es eine Eislaufbahn, Schneeballschlachten und Schneemänner mit Rüben-Nasen, Augen aus Kohlestücken und einem alten Zylinder.

Ungeduld: Welche Motive verbergen sich hinter den 24 Türchen?

Vergeblich versuchten wir, den Kalender ins Licht zu halten, um zu erhaschen, welche Motive an welchem Tag dran sein würden. Wir schüttelten ihn, weil das Geräusch so süß und lieblich klang. Aber wehe dem, der das zu doll machte! Denn es konnte passieren, dass sich die Schokostückchen aus ihrem Kunststoffbett aufmachten, um einmal quer durch den Kalender zu rutschen, stecken zu bleiben und eine unschöne Wölbung zu erzeugen. Was wiederum die Eltern auf den Plan rief und die zu dem einzig richtigen, weil allzu naheliegenden Schluss gelangten: Wir hatten wieder einmal nicht warten können bei all unserer Ungeduld.

Eines aber war verpönt – und ist es bis heute noch: Türchen vor dem eigentlichen Datum zu öffnen. Da würde ich auch heute noch solchen Frevlern zurufen: Kauf‘ dir eine Tafel Schokolade, wenn du den Wert eines einzelnen kleinen Stückchens am Tag nicht zu schätzen weißt!

Die Entwicklung der Adventskalender - Schokolade war gestern

Aber einen ganzen Adventskalender mir nichts, dir nichts, zu plündern – das gehört sich nicht. In früheren Zeiten wurden solche Handlungen mit der Drohung versehen, dass das Christkind dann nicht komme. Bei den meisten hat sie gewirkt. Heute führen die schnöden Schokokalender nur noch ein Schattendasein. In den Geschäften liegen sie in der hintersten Ecke, und es sind noch viele, viele da. Dabei naht der 1. Dezember mit Riesenschritten.

Längst lassen sich Kinder in der Adventszeit nicht mehr mit 24 Schokoladenstückchen abspeisen. Spielwarenhersteller verstecken hinter den 24 Türchen winzige Teile, aus denen sich Schlitten, Kinderkrippen oder Kanonen (Modell Pirateninsel) basteln lassen – und wo an manchen Tagen sogar eine ganze Figur herausgefingert werden kann.

Bier, Kosmetik, Glückslose: Auch Erwachsene öffnen gerne Türchen

Es gibt auch die gestressten Eltern, die seit dem Sommer Kleinigkeiten wie Schneekugeln, Trillerpfeifen oder Kreisel in Spielwarengeschäften erstehen. Denn der Wettbewerb, wer denn den schönsten und aufwendigsten Kalender selber bastelt und kleine Geschenke in Jute-Säckchen versteckt, ist unerbittlich. Es sei allerdings davon abgeraten nachzurechnen, wie viele Schoko-Adventskalender dem Gegenwert dieser Jute-Variante entsprechen.

Es gibt nichts, was es nicht gibt: Glückslose, 24 verschiedene Biersorten (noch mehr als bei der Schokolade wird von sofortigem Konsum abgeraten), Kosmetik-Pröbchen, Spielsachen für Erwachsene, und, und, und...

Schreiben Sie uns

Haben Sie einen Adventskalender in diesem Jahr? Verschenken Sie einen? Gehören Sie zu den Traditionalisten und schwören auf Schokolade – oder was versteckt sich hinter Ihren 24 Türchen? Oder aber basteln Sie Ihren Kalender selbst? Womit befüllen Sie ihn? Was ist Ihre schönste Erinnerung an einen Kalender?

Welche Geschichte können Sie dazu erzählen? Haben Sie Fotos von Ihrem Lieblingskalender – schicken Sie sie uns an Dattelner Morgenpost: dmpredaktion@medienhaus-bauer.de. Stimberg Zeitung: szredaktion@medienhaus-bauer.de. Waltroper Zeitung: wzredaktion@medienhaus-bauer.de

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