Der Dattelner Krone-Wirt, Dimitrios Koskeridis, wünscht sich die Öffnung der Außengastronomie
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Der Dattelner Krone-Wirt, Dimitrios Koskeridis, wünscht sich die Öffnung der Außengastronomie

Durststrecke in der „Krone“

Dattelner Kneipenwirt fordert Öffnung der Außengastronomie

  • Fabian Hollenhorst
    vonFabian Hollenhorst
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In diesem Jahr ist noch kein Bier über die Theke der „Krone“ gewandert. Bei dem Dattelner Kneipenwirt Dimitrios Koskeridis (61) liegen die Nerven blank. Er wünscht sich eine Öffnung der Außengastronomie.

Ein mittlerweile ungewohntes Bild: „Dimi“, wie Stammkunden den griechischen Kneipenwirt rufen, öffnet die stabile Holztür der „Krone“. Zum Vorschein kommt der große Thekenbereich mit Zapfhahn. Dort seine Gäste zu bedienen, das fehlt dem 61-Jährigen.

Stammgäste fragen wie es weitergeht

Und es dauert keine fünf Minuten, da blicken Passanten, die auf der Hohen Straße unterwegs sind, verdutzt in den Laden. „Hast du etwa geöffnet, Dimi?“, fragen sie. Doch Koskeridis muss sie enttäuschen. Sie wechseln ein paar Worte, reden über die schlimme Situation, sie versprechen vorbeizukommen, wenn es denn wieder möglich ist, und ziehen weiter. „Viele Stammkunden fragen nach, wie es weitergeht“, sagt der Wirt, der aktuell mit seiner Frau Olga deutlich mehr Zeit in seiner Wohnung nur ein paar Meter entfernt von seiner Kneipe verbringt.

Kneipenwirte trifft es am härtesten

Gastronomen wie Dimitrios Koskeridis, die allein mit dem Ausschank von Getränken ihr Geld verdienen, sind von den Corona-Schutzmaßnahmen am härtesten getroffen worden. Während andere auf Liefer- oder Abholservice umgestellt haben und Einzelhändler zumindest nach einem Negativtest Kunden bedienen dürfen, bleibt er in seiner Kneipe allein.

Außengastronomie öffnen

„Es geht nicht mehr so weiter“, wird er deutlich. „Zumindest die Außengastronomie muss geöffnet werden, hier kann man es doch viel besser kontrollieren.“ Rund 20 Gäste, so schätzt er, könnte er im Außenbereich auf Abstand bedienen, wenn er wie im vergangenen Jahr seine Stellfläche noch auf die Fußgängerzone erweitern dürfte. „Hier könnte auch besser kontrolliert werden“, sagt Koskeridis. Er ist sich sicher: Die Dattelner vermissen die Kneipen- und Stammtischkultur.

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