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Zechenstraße

Vollsperrung erst im Herbst

DÜMMER - Die Bürger im Dümmer haben noch etwas zeitlichen Aufschub bekommen. Die geplante Vollsperrung der Zechenstraße wird erst Ende Oktober stattfinden. Zur Sperrung gibt es aber keine Alternative.

Das hat der Lippeverband im letzten Verkehrsausschuss noch einmal deutlich gemacht. Im Zuge des Großprojektes „Renaturierung Dattelner Mühlenbach“ ist der letzte Baustein, der Kanalbau entlang des Dümmerbaches, relativ klein. Hier geht es um lediglich zwei Kilometer, auf denen parallel zum Bach Schmutzwasserkanäle in die Erde gebracht werden.

Drei Gewerke in Folge

Dort, wo der Bach die Zechenstraße unterquert, will der Lippeverband drei Gewerke hintereinander abwickeln: Das ist erstens der Kanalbau, zweitens die Erneuerung des Brückenbauwerks, unter dem der Dümmerbach die Straße kreuzt, und drittens die ökologische Umgestaltung des Bachlaufs. Dadurch will der Lippeverband vermeiden, dass es bei der abschließenden Renaturierung des Bachlaufs erneut zu Verkehrsbeeinträchtigungen kommt.

Für Teilsperrung ist es zu eng

Die Hoffnung der Anwohner, die Vollsperrung zu vermeiden und stattdessen mit einer nur halbseitigen Sperrung und Baustellenampel davon zu kommen, ist damit vom Tisch. An der engen Zechenstraße fehle der räumliche Spielraum dafür, so der Lippeverband.

Damit wird die wichtigste Zu- und Ausfahrtsstraße der Dümmersiedlung – so der aktuelle Stand – Ende Oktober zwischen Barbara- und Margaretenstraße zugemacht. Die Sperrung soll bis Mai dauern. Ursprünglich sollte die Maßnahme im Februar beginnen. „Dadurch verlängert sich zwar unser Abschluss der Gesamtbaumaßnahme von Frühjahr auf Jahresmitte 2019. Die Belastungen durch unsere Baumaßnahme und durch andere Verkehrsumleitungen werden aber dadurch besser verteilt“, begründet Verbandssprecher Michael Steinbach auf Anfrage unserer Redaktion diesen Schritt.

Angst vor langen Staus

Die große Sorge der Bürger im Dümmer: Es wird zu langen Staus kommen, wenn die Pendler morgens die Siedlung verlassen, bzw. am Nachmittag wieder in die Dümmersiedlung fahren. Die Sorge ist begründet. Die Alternativrouten zum Weg auf die B 235 sind der Meckinghover Weg und die Böckenheckstraße. Ohne ergänzende Verkehrsmaßnahmen wird es sich an den Einmündungen stauen, da die B 235 ohnehin schon völlig überlastet ist.

Lippeverband sucht nach Ampellösung

Deshalb sucht der Lippeverband nach Möglichkeiten, in der Zeit der Vollsperrung die Verkehrssituation zu optimieren. „Derzeit wird geprüft, ob die Ausfahrt aus der Zechensiedlung auf die B 235 über zwei Baustellenampeln gesteuert werden kann. Das ist ein verständlicher Wunsch der Anlieger, um dann zu Stoßzeiten besser auf die Bundesstraße zu gelangen“, so Steinbach. Es würde gleichzeitig aber den Verkehrsfluss auf der B 235 einschränken. Es ist also quasi die Wahl zwischen Pest und Cholera. „Wir können noch nicht sagen, was am Ende das Ergebnis sein wird, letztlich entscheidet die Stadt“, betont Michael Steinbach.

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