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Raupen des Eichenprozessionsspinners kriechen auf einem Eichenstamm entlang.

Erste Nester des "Spinners" entdeckt

Eichenprozessionsspinner sind zurück in Datteln

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DATTELN - Der Eichenprozessionsspinner ist wieder auf dem Vormarsch. Im letzten Jahr hat die Beseitigung der Nester schon eine Menge Geld gekostet. Jetzt wurden bereits einige Nester entdeckt.

In Sachen Beseitigung von Nestern des gefährlichen Eichenprozessionsspinners war das letzte Jahr für die Stadt rekordverdächtig. Ca. 600 Einsätze waren es, die mit 24.000 Euro Kosten zu Buche schlugen. Jetzt gibt es wieder die ersten Meldungen von Bürgern, die ein Nest des „Spinners“ ausgemacht haben.

Wie Stadtsprecher Dirk Lehmanski auf Anfrage mitteilt, gab es eine Meldung vom DRK-Gelände an der Ahsener Straße. Hier wurde die Stadt wegen der Nähe der Kita sofort tätig und fixierte das Nest mit Sprühkleber. Weitere Meldungen kamen aus dem Hötting, unter anderem von der Liegewiese an der Kanalbrücke Hafenstraße.

Ende Mai und Juni ist die Hochzeit dieses Schädlings. Dann kriechen die Raupen des Schmetterlings aus den Kronen vornehmlich von Eichen herab. Die Tiere sind nicht nur schädlich für die Eichenblätter, sie können per Hautkontakt beim Menschen stark juckende Ekzeme bis hin zur Atemnot auslösen. Denn die Raupen der Motte bilden ab dem dritten Larvenstadium weiße Brennhaare aus, die das Nesselgift Thaumetopein enthalten, das die Beschwerden auslöst.

Erkennbar sind die Raupen an ihrer bläulich-schwarzen Färbung und den Nestern, die bis zu einem Meter lang werden können und an Stämmen oder Astgabeln haften. Die Raupen des Schmetterlings ernähren sich hauptsächlich von Eichenblättern.

Wer Nester ausmacht, sollte sich umgehend bei der Stadtverwaltung melden. Allerdings kümmert sich die Stadt bei der Beseitigung der Nester nur um die städtischen Bäume. Falls es zu einer ähnlichen Häufung von Spinner-Fällen wie im letzten Jahr kommt, wird die Stadt erneut eine Fachfirma mit der Beseitigung beauftragen, die die Nester absaugt. Bürger, die in ihrem eigenen Garten einen Befall mit dem Eichenprozessionsspinner feststellen, müssen sich selber um entsprechende Maßnahmen kümmern, um die Nester zu entfernen.

Wieder Ärger mit dem Spinner: Betroffene Anwohner in Datteln ergreifen nun die Initiative

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