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Bunte Frühblüher: Katja Bildstein von Blumen Risse hat schon die ersten Primeln an Kunden verkauft.

Gartentipps

„Der Frühling ist eingeläutet“

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DATTELN - Experten aus Gärtnereien und Baumschulen geben Tipps für den Start in die Gartensaison: Vorsicht bei drohendem Nachtfrost.

Frühlingsanfang schon Ende Februar: „Wir haben schon viele Kunden, das ist extrem früh“, sagt Barbara Wegmann von der gleichnamigen Baumschule. „Die Kunden wollen jetzt schon pflanzen.“

Und tatsächlich sei dafür jetzt eine gute Zeit. „Der Boden wärmt sich langsam auf und es ist kein Frost mehr zu erwarten“, glaubt Wegmann. Zumindest für Pflanzen aus der Baumschule seien die Temperaturen bereits gut. Besonders für Pflanzen mit Wurzelballen sei die jetzige Jahreszeit sogar ideal. Denn: Wenn Pflanzen mit Wurzelballen aus der Erde geholt und an den Kunden verkauft werden, wird ein Teil der Wurzel abgeschnitten. „Die verminderte Wurzelmasse kann dann aber keine Blätter versorgen“, erklärt Wegmann. „Deshalb kann man solche Pflanzen nur bis etwa Juni verpflanzen.“ Blütensträucher, Rosen, Hecken und Gräser können auch jetzt zurückgeschnitten werden.

Schaden des letzten Sommers

Dass es in den nächsten Tagen wieder kühlere Temperaturen und vor allem Regen geben soll, mache der Pflanzenwelt nichts aus. Im Gegenteil, sagt Wegmann. In der nächsten Zeit werde sich zeigen, was der extrem heiße, trockene Sommer 2018 angerichtet hat. „Welche Reparaturen anstehen, ist noch schwer zu sagen. Aber ich glaube, das ist tatsächlich weniger als gedacht.“

Auch für viele Zierpflanzen wird es jetzige Zeit: „Gepflanzt werden können alle Zwiebelblüher“, sagt Katja Bildstein von Blumen Risse. Dazu zählen Tulpen, Hyazinthen und Narzissen, ebenso Primeln, die jedoch geschützt werden müssen. „Der Frühling ist eingeläutet“, sagt Bildstein. Sie rät bei vielleicht noch kommenden kalten Nächten, die Blumen mit einem Wintervlies abzudecken.

Kalte Nacht kann alles zerstören

Dem stimmt Beate Erpenbeck von der Gärtnerei Fischer zu. Empfindliche Zierblumen dürften „auf keinen Fall“ rausgestellt werden. „Eine kalte Nacht reicht und die ganze Mühe war umsonst. Damit würde ich noch etwas warten.“ Tagsüber muss es mindestens zehn Grad sein, viel wichtiger sei aber, dass es nachts frostfrei ist. Und garantiert sei dies zurzeit nicht.

Räumarbeiten und Vorbereitungen

Ebenso wie Katja Bildstein rät Beate Erpenbeck, bei Primeln vorsichtig zu sein. „Stiefmütterchen und knospige Zwiebeln können schon gepflanzt werden, die steuern sich selber und kommen mit der Temperatur gut zurecht.“ Bei Primeln wäre sie „sehr, sehr verhalten“, diese dürften auch nicht allzu nass werden. Stattdessen kann man laut Beate Erpenbeck schon jede Menge andere Arbeiten im Garten vornehmen. Für das Schneiden von Gehölzen sei das Wetter egal. „Bei Obstbäumen und Hecken müssen die wilden Triebe rausgeschnitten werden, das kann man auch ruhig jetzt schon machen.“ Sie rät, auch einige Arbeiten am Rasen vorzunehmen: „Schon jetzt kann man vertikutieren und den Rasen anschließend düngen. Dabei muss aber gewährleistet sein, dass der Boden genug Wasser bekommt.“

Mit dem Rasenschneiden rät die Expertin, noch bis Mitte oder Ende März zu warten, damit sich der Boden erholen kann. Das gute Wetter und die vielen Sonnenstrahlen täuschen oft – nicht die ganze Pflanzenwelt ist schon jetzt bereit für den Frühling.

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