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Gökhan Tonguc, Uwe Kolbe, Danuta Tonguc, André Dora, Tobias Krupp, Rosemarie Schloßer, Denis Tonguc, Dietmar Hinz, Tim Tonguc und Petra Willemsen am Infostand der DGB Ortsgruppe.

Gewerkschaft

DGB befragt Bürger zum Thema Wohnen

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DATTELN - Der DGB befragt Bürger in der Dattelner Innenstadt zum Thema Wohnen. Mittels eines Fragebogens wollten die Gewerkschafter in Erfahrung bringen, wie sich die Wohnsituation der Dattelner Bürger darstellt.

Mit der Aktionswoche „Die halbe Miete reicht!“ will der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) darauf aufmerksam machen, dass es in vielen Städten an bezahlbarem Wohnraum mangelt. Auch der Dattelner Ortsverband des DGB beteiligte sich mit einem Info-Stand an der landesweiten Aktion.

Fragebogen zur Wohnsituation

Mittels eines Fragebogens wollten die Gewerkschafter in Erfahrung bringen, wie sich die Wohnsituation der Dattelner Bürger darstellt. So gab ein Großteil der rund 40 Befragten an, zur Miete zu wohnen. Ein Großteil der Teilnehmer gab an, dass es ihnen grundsätzlich möglich sei, innerhalb der Stadt umziehen zu können. Die aus ihrer Sicht zu hohen Mieten würden sie aber daran hindern, zudem fehle es auch an attraktivem Wohnraum. Rückmeldungen dieser Art sind für Tobias Krupp, er ist Organisationssekretär des DGB in der Region Emscher-Lippe, keine große Überraschung. „Mittlerweile geben die Menschen im Kreis Recklinghausen etwa 30 - 35 Prozent ihrer Einkünfte für die Miete aus“, sagt er. „Und dabei ist es egal, ob es sich dabei um Lohn- oder Sozialleistungen handelt.“

Nachfrage steigt

Das sich dies auf kurze Sicht ändere, daran glaube er nicht. „Die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum steigt stetig“, so Krupp. „Investoren und Bauunternehmer wissen das natürlich. Und somit steigen die Preise auch stetig.“ Es sei das altbekannte Prinzip von Angebot und Nachfrage, ergänzt er. Aus Sicht des DGB könne nur ein flächendeckender, kommunaler Wohnungsbau dieses Problem entschärfen. Die Vorsitzende der Dattelner Linken bestätigt ihn. „Nicht nur, dass durch kommunalen Wohnungsbau bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden könnte“, so Petra Willemsen, „das würde auch dazu beitragen, dass man für eine Durchmischung sozialer Strukturen im Stadtgebiet sorgen könnte.“ Der Ortsverbandsvorsitzende des DGB, Gökhan Tonguc, fügt noch an, dass es nur wenige Investoren gebe, die sozial- und nicht gewinnorientiert seien.

Rosemarie Schloßer (VHS) erklärt, dass es in Deutschland noch immer die Regel sei, an seiner „Scholle“ festzuhalten. „In anderen Ländern passen die Menschen ihren Wohnraum an die Lebensumstände an“, so Schloßer. „Andernorts ist es völlig normal, sich im Alter von seinem großen Haus zu trennen und in eine passende, kleinere Wohnung zu ziehen.“ Uwe Kolb, ist einer der Befragten. Auch aus seiner Sicht gibt es in Datteln zu wenig bezahlbaren Wohnraum. „Klar, so alte Bruchbuden, die sind bezahlbar. Aber neue Wohnungen, die bezahlbar sind, die fehlen eindeutig in Datteln“, sagt er. Bürgermeister André Dora, weist darauf hin, dass die Stadt an der Wagnerstraße einen ersten Schritt in Richtung neuer, bezahlbarer Wohnraum gemacht habe. „Dort entstehen derzeit 33 Sozialwohnungen.

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