Grob-Konzept für Sportstätten-Entwicklung steht

Zwei Kunstrasenplätze für Datteln

DATTELN - Die Schließung des Ostringstadions, der Bau von zwei neuen Kunstrasenplätzen in Meckinghoven und Hagem und zusätzliche, vielseitige Sportangebote für Breitensport und Schulen: Nach Information unserer Redaktion sind das die Eckpunkte des Grobkonzeptes, wie sich Datteln bei seinen stadteigenen Sportplätzen bis 2019 aufstellen will.

Wie aus gut informierten Kreisen zu erfahren war, ist dies das Ergebnis von mehreren Gesprächsrunden zwischen Stadt, Stadtsportverband und Dattelns Fußballklubs, die in den letzten Monaten stattgefunden haben.

In die Modernisierung der Sportzentren in Meckinghoven und Hagem sollen insgesamt 3,4 Mio. Euro investiert werden. Den dicksten Brocken verschlingt dabei der Umbau in Hagem mit 2,7 Mio. Euro. Allerdings steht hinter diesem ersten Roh-Entwurf für das Sportstätten-Entwicklungskonzept noch ein finanzielles Fragezeichen.

Denn die Erneuerung des Sportzentrums in Hagem kann die Stadt nur dann wirtschaftlich darstellen, wenn es die eingeplante Förderung von 2,16 Mio. Euro über das sogenannte Quartiersmanagement auch tatsächlich gibt. Wird das Konzept so wie geplant umgesetzt, kann die Stadt ihren Bürgern nicht nur neue Sportangebote bieten, sondern spart unterm Strich auch noch einen hohen fünfstelligen Betrag bei den Betriebskosten für die Sportplätze ein.

Diese Maßnahmen sieht der Entwurf vor: Sportanlage Hagem: Hier sollen künftig Kültürspor und Germania ihre sportliche Heimat haben. Der Ascheplatz soll durch einen Kunstrasenplatz mit einer 400-Meter-Tartanbahn ersetzt werden. Zusätzlich gibt es ein Kunstrasen-Mehrzweckspielfeld (30 x 50 Meter). Auf der anderen Seite des Mühlenbachs wird auf dem alten Bolzplatz hinter der Realschule ein Rasenplatz angelegt. Die Anlage soll auch ein neues Gebäude für Sanitäranlagen, Büros und Lagerräume erhalten mit getrennter Infrastruktur für die beiden Fußballklubs. Am Gymnasium soll neben dem Stadtbad die Parkplatzfläche um 2 000 Quadratmeter erweitert werden. Daran schließt sich ein Breitensportgelände mit u.a. Kleinspielfeldern und einem Skater-Park an.

Sportanlage Süd: Auch hier wird der Tennenplatz durch ein Kunstrasenspielfeld ersetzt, auf dem mit entsprechender Linierung auch andere Sportarten wie Feldhockey, Volleyball, Tennis etc. möglich sein sollen. Der Rasenplatz wird aus der Bewirtschaftung der Stadt herausgenommen. Die Anlage wird zur Böckenheckschule hin geöffnet und durch Sportkleinanlagen und Fitness-Parcours auf den Sportbetrieb des Schulsports und der Allgemeinheit angepasst und ist für jeden zugänglich. Im nördlichen Bereich sind ein Soccer-Kleinspielfeld, Outdoor-Trainingsgeräte, ein Seilgarten sowie ein 1 500-Meter-Lauf-Fitness-Parcours angedacht.

Ostringstadion: Die Platzanlage wird aufgegeben. Hier müsste die Stadt ansonsten knapp 300 000 Euro investieren, um den Spielbetrieb langfristig sicherzustellen.

Sportplatz Horneburg: Der wird vom SV Horneburg gepachtet, die Stadt wird keine Unterstützungsleistungen mehr erbringen. Sollten sich die Sorgen des SV Horneburg bewahrheiten, dass der Verein dauerhaft nicht in der Lage ist, die Anlage eigenständig zu betreiben, ist der Umzug des Klubs zur Sportanlage Süd und eine Reaktivierung des Rasenplatzes vorgesehen.

Sportplatz Ahsen: Der ist in einem guten Zustand und soll auch wegen seiner geografischen Lage erhalten bleiben. Lediglich für die Errichtung von Ballfangzäunen müsste die Stadt 15 000 Euro investieren.

Der weitere Fahrplan: Es soll ein Planungsbüro beauftragt werden, dieses Konzept weiterzuentwickeln. Die Stadt möchte 2017 mit den Baumaßnahmen beginnen. Der Sportausschuss wird sich am 14. November mit diesem Thema befassen, der Stadtrat abschließend am 23. November.

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