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Mit Blümchen schickten Kinder des Josefkindergartens Marlies Goerke nach einem Gottesdienst in der Josefskirche in den Ruhestand.

St. Josef Kindergarten

Kita-Chefin Marlies Goerke verabschiedet

HAGEM - Dieser Abschied ist ihr sichtlich schwergefallen: Marlies Goerke (62) hat sich nach elf Jahren von „ihren“ Kindern der St.-Josef-Kita verabschiedet – in den Ruhestand.

Unzählige Mädchen und Jungen hat Marlies Goerke in ihren 45 Berufsjahren ein Stück Kindheit lang begleitet. Dass sie damals dem Rat eines Berufsberaters in der Schule gefolgt war, die damals neue Ausbildung zur Kinderpflegerin anzufangen, habe sie nie bereut.

„Was gibt es Schöneres, als die spannende und aufregende Arbeit mit Kindern?“ Kindliche Neugierde aufs Leben und die Zukunft fasziniert die dreifache Oma bis heute. Sie habe „ihren“ Kindergarten-Kindern vor allem einen ermutigenden Rat mit auf den Weg gegeben, sagt Marlies Goerke: „Neugierig bleiben! Und geht euren Weg!“ Denn: „Kinder brauchen Zeit, Kind zu sein und ihre Neugierde zu entfalten, zu entdecken, Erfahrungen zu sammeln.“

Praktikantin im Dümmer

Angefangen hatte Marlies Goerke als Praktikantin in der Kita St. Marien Dümmer und blieb 17 Jahre – zuletzt als Leiterin. Später war sie Heimleiterin der Kleinen Oase, arbeitete für eine Dortmunder Elterninitiative und kehrte vor elf Jahren als Leiterin der St.-Josef-Kita nach Datteln zurück.

Job hat sich stark verändert

Stark verändert habe sich der Erzieherinnen-Job mit den Jahren, sagt Marlies Goerke: „Viel mehr Bürokratie durch die Dokumentationspflicht.“ Darauf hätte sie manchmal gerne verzichtet – auf die Kinder nie. „Jeden Morgen bin ich da reingegangen und habe gedacht: Das Leben ist schön, nicht einfach, aber schön.“

Was sie mit ihrer vielen Freizeit im Ruhestand anfangen will, weiß Marlies Goerke noch nicht genau. „Ich habe viele Ideen im Kopf.“ Vorträge an einer Heilpraktikerschule in ihrer Heimatstadt Hamm würde sie sich gerne anhören. Vielleicht werde sie sich im Hospiz in Hamm ehrenamtlich engagieren. „Ich freue mich auf meinen Garten und darauf, für die Familie da zu sein. Ich bin selbst neugierig, was kommt.“

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