Pro Neubau müssen laut Gesetz anderthalb Parkplätze geschaffen werden. Sinn der Sache, so bei zwei Bauten drei Parkplätze zu haben. Bauträger Vista hat die Gesetze genau genommen: Nur anderthalb Autos haben Platz.
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Pro Neubau müssen laut Gesetz anderthalb Parkplätze geschaffen werden. Sinn der Sache, so bei zwei Bauten drei Parkplätze zu haben. Bauträger Vista hat die Gesetze genau genommen: Nur anderthalb Autos haben Platz.

Zum Heideweg

Park-Chaos in Hagem

  • vonStefan Huxel
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DATTELN - Die Parksituation an der Straße Zum Heideweg macht Anwohner Marcus Kampmann zu schaffen: „Hier gibt es viel zu wenig Parkflächen. Freitagsabends herrscht hier das reine Park-El-Dorado, da werden Garagen zugeparkt und die Leute stehen in zweiter Reihe“. Hinzu kommt, dass der Heideweg viel zu schmal, bei Gegenverkehr ein Ausweichen kaum möglich sei. Die Stadtverwaltung gibt dem Hagemer teilweise Recht und hat erste Lösungsansätze.

Besonders ärgern Marcus Kampmann die Parkplätze der vor wenigen Monaten hochgezogenen Neubauten. Laut Gesetz müssen pro Neubau (Haushälfte) eineinhalb Parkplätze geschaffen werden, sodass im Endeffekt bei zwei Bauten drei Parkplätze entstehen. Logisch: Mehr Häuser, mehr Anwohner, mehr Autos.

Bauträger Vista hat die Gesetze genau genommen, hat Parkbuchten errichtet, auf denen eineinhalb Autos Platz haben. Und das, so Kampmann, wo es in dem Viertel ohnehin viel zu wenig Parkplätze gebe. Er sieht die Stadtverwaltung in der Pflicht, solche Vorgehensweisen im Vorfeld zu unterbinden.

Tagsüber gibt es genug Platz. Doch Freitagsabends würde in zweiter Reihe und vor Garagen geparkt, zum Teil rage das Heck des einen oder anderen Wagens auch noch in Stichstraßen hinein. „Dann herrscht hier das Chaos“, so Kampmann. Die erlaubten 30 km/h würden auch oft überschritten.

Mit rotem Pflaster sind entlang des Heidewegs Parkplätze kenntlich gemacht. Es müssten mehr sein, das Baugebiet sei weiter gewachsen, meint der Hagemer. Die Leute würden ohnehin auf nahezu jeder freien Fläche parken. „Die Straße ist so eng, wenn Ihnen der Bus entgegen kommt, können sie hier nirgendwo mehr hin ausweichen“, sagt er.

Markus Kampmann fordert, mehr Parkplätze einzuzeichnen und den Heideweg in eine Spielstraße umzuwandeln, wie es laut Bebauungsplan auch vorgesehen sei.

Letzteres entspreche nicht der Tatsache, sagt Ordnungsamt-Mitarbeiter Ralf Feldhaus: „Laut Bebauungsplan 17c ist die Hauptstraße Mischverkehrsfläche, alle Stichstraßen, die vom Heideweg abgehen, sind dagegen als verkehrsberuhigt eingezeichnet.“ Um den Heideweg komplett in eine Spielstraße umzuwandeln, müsste der Bebauungsplan geändert werden. Das würde Zeit und Geld kosten, entscheiden müsste darüber der Stadtrat.

„Wir sind uns im Klaren, dass im gesamten Baugebiet noch Stellplätze möglich sind“, sagt Ralf Feldhaus. Neues Pflaster zu verlegen, sei zu kostenintensiv. Über Fahrbahnmarkierungen wird das Ordnungsamt neue Parkplätze einzeichnen. „Wir werden rausholen, was wir können. Ich denke, fünf bis zehn Stellplätze werden unproblematisch sein. Wir werden aber auch nach unkonventionellen Lösungen suchen“, so der Ordnungsamts-Mitarbeiter.

Tiefbau- und Ordnungsamt sowie Bürgermeister André Dora werden sich nun an einen Tisch setzen, einen Lageplan erstellen und nach Lösungen suchen. „Dann werden wir eventuell auch die Bewohner anschreiben und wir werden versuchen, deren Wünsche zu berücksichtigen“, so Feldhaus.

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