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Das Schloss Horneburg samt Gräfte und Außenanlage soll mit Geld vom Kreis und der Finanzierung aus mehreren Fördertöpfen instand gesetzt werden

Wahrzeichen im Dorf

Blätternde Fassade und sterbende Fische: Das plant der Kreis Recklinghausen am Schloss Horneburg

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Das Schloss Horneburg ist das Wahrzeichen inmitten des historischen Dorfes. Für Reperatur- und Sanierungsarbeiten will der Kreis Recklinghausen fast eine Millionen Euro zur Verfügung stellen. Das ist der Plan:

Am 23. September entscheidet der Kreistag in Recklinghausen über zwei Großprojekte am Schloss Horneburg. Insgesamt sollen dafür 950.000 Euro bereitgestellt werden. Einen Großteil davon will der Kreis aus Fördermitteln generien. Die Hauptarbeiten sind für 2020 geplant. Handlungsbedarf besteht beim Schloss-Umfeld, der bröckelnden Fassade und dem Brandschutz.

Eine verschlammte Schloss-Gräfte, also der Graben des Wasserschlosses, hatte zur Folge, dass das Wasser umgekippt ist und somit ein Fischsterben einsetzte. Auch Schäden am historischen Gemäuer könnten durch das verschlammte Wasser entstehen. Schon ab Oktober könnten die ersten Bagger und Transportmaschinen durch das Dorf rollen, wenn der Kreistag zustimmt. 

Datteln: Schwere Maschinen hinterlassen ihre Spuren

Weil diese Maschinen aber deutliche Spuren hinterlassen werden und eine neue Verschlammung unbedingt verhindert werden soll, ist das nähere Schloss-Umfeld ebenfalls von den Plänen des Kreises betroffen: Mit einer neuen Auswahl und Anordnung der Pflanzen will der Kreis für Schattenflächen sorgen, damit die Algenbildung im Gewässer reduziert wird. Gleichzeitig soll aber auch der Laubanteil im Wasser so gering wie möglich gehalten werden. Da auch der "Historische Pfad", der über die Kreisflächen verläuft von den Bauarbeiten betroffen sein wird, steht auch hier eine Neugestaltung an. 370.000 Euro soll diese Maßnahme Kosten. 65 Prozent - also 240.500 Euro - sind dabei über den Fördertopf "Dorferneuerung 2019" vom Land NRW förderfähig.

Datteln: Denkmalgeschütze Fassade bröckelt

Die zweite Baustelle ist die bröckelnde Schloss-Fassade. Die wurde zwar erst im Jahr 2009 instand gesetzt, durch die historische Bauweise und den Denkmalschutz kann aber kein einfacher Putz verwendet werden. Das spezielle Material hätte laut Kreissprecher Jochem Manz eine nicht so lange Haltbarkeit. Auch die Eingangsbereiche, Türen und Schlossmauern sollen repariert und barrierefrei gestaltet werden. Das lässt sich der Kreis insgesamt 350.000 Euro kosten. Die Hälfte davon ist über den Denkmalschutz förderfähig. 

Für ein überarbeitetes Brandschutz-Kozept in den Räumlichkeiten des ansässigen Förderinternates gibt es derweil keinen Fördertopf: Die knapp 225.000 Euro muss der Kreis aus eigener Tasche bezahlen.

Die Kreis-Baustellen sind erst der Anfang: Im Jahr 2021 will die Stadt Datteln mit Kanalsanierungsarbeiten im historischen Dorf Horneburg beginnen.

Auch die Maibaumwiese wird im Zuge der Umbauarbeiten betroffen sein.

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