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Das Baufeld für die neuen Eigentumswohnungen am alten "Wirxel-Haus" (re.) wird seit einigen Tagen vorbereitet.

Innenstadt

Heiraten im „Wirxel-Haus“?

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Datteln - Der Besitzer will das denkmalgeschützte Gebäude sanieren und dem städtischen Standesamt anbieten. Im Rathaus ist man nicht abgeneigt.

Vor drei Jahren wurde bekannt, dass das denkmalgeschützte, altehrwürdige sogenannte „Wirxel-Haus“ an der Marktstraße in der Innenstadt einen neuen Besitzer hat. Passiert ist seitdem nichts. Aber jetzt kommt Bewegung in die Sache. Franz Prein, Inhaber der Immobilie, hat mit den Vorbereitungen zum Bau von Eigentumswohnungen auf dem Grundstück begonnen und will das „Wirxel-Haus“ runderneuern. Und bei der späteren Nutzung hat er einen besonderen Plan.

Ein echter Blickfang

„Wenn das alte Gebäude saniert ist, wäre es doch ein sehr schöner, stilvoller Platz zum Heiraten“, erklärt Prein, Geschäftsführer der Vesta Immobilien GmbH, im Gespräch mit unserer Zeitung. Es werde ein echter Blickfang. Deshalb hat er der Stadt das Gebäude als neuen Standort für das Standesamt angeboten. Und im Rathaus ist man nicht abgeneigt, erklärt Stadtsprecher Dirk Lehmanski auf Nachfrage. Das sei aber keine kurzfristige Entscheidung, ein Umzug würde eher mittelfristig in Frage kommen. Und das Ganze hänge natürlich auch von den Kosten ab. Denn Prein würde das Gebäude dann an die Stadt vermieten. Sollte es dazu kommen, wäre die Sache ohnehin nicht kurzfristig umsetzbar. Denn die Renovierung des „Wirxel-Hauses“ wird noch einige Zeit dauern. Nach Angaben von Franz Prein ist zur Zeit ein Dozent der Universität in Münster damit beschäftigt, ein Konzept für die Sanierung zu erstellen, das dann dem Denkmalamt vorgelegt wird. Darauf basierend werde dann auch ein Finanzierungskonzept erarbeitet. „Ich hoffe, dass das alles finanzierbar ist“, sagt Prein. Sollte die Stadt beim Thema Heiraten im „Wirxel-Haus“ abwinken, hat Franz Prein einen Plan B in der Tasche. Dann sollen Wohnungen in dem Haus eingerichtet werden.

Vorbereitungen für den Neubau

Seit 1993 steht das „Wirxel-Haus“ leer. Seitdem sorgen sich viele geschichtsinteressierte Bürger um das ehrwürdige Gemäuer. Das baugeschichtlich bedeutsame Haus im Herzen der Stadt befindet sich seitdem in einem erbarmungswürdigen Zustand. Fensterscheiben sind zersprungen, viele Schieferplatten, die einst die Fassaden schmückten, sind hinüber, das Holz darunter ist aufgeweicht. Unbekannte hatten zwischenzeitlich darin gezündelt. In dem Gebäude, das aus dem 19. Jahrhundert stammt, wohnte und arbeitete einst die Ärztin Dr. Magdalena Wirxel (†) – daher auch der Name.

Prein hätte sich auch aus Kostengründen gewünscht, dass der Neubau der Eigentumswohnungen und die Sanierung des denkmalgeschützten Hauses parallel stattfinden können. Daraus wird allerdings nicht, die Erstellung des Sanierungskonzeptes und die Gespräche mit dem Denkmalamt erweisen sich offenbar langwieriger als gedacht. Deshalb hat die Vesta Immobilien GmbH aus Haltern zunächst „nur“ mit den Vorbereitungen für den Neubau begonnen. Die Baugenehmigung liegt vor, Baustart soll Ende Februar, Anfang März sein. An der Ecke Marktstraße/Pahlenort entstehen sieben hochwertige Eigentumswohnungen mit Größen zwischen 55 und 88 Quadratmetern. Zudem gibt es eine Penthousewohnung mit 145 Quadratmetern. Für die meisten Wohnungen gebe es allerdings schon Käufer, sagt Prein.

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