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Nicht jedes Kind bekommt den gewünschten Kita-Platz. Allein im U3-Bereich liegen 398 Anfragen vor für 257 Plätze.

Kita in Datteln

„Ambitioniert aber machbar“

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DATTELN - Nach dem Kita-Beschluss müssen alle Beteiligten jetzt Vollgas geben. Im Sommer 2020 soll die Kita mit den geplanten 95 Plätzen zur Verfügung stehen.

Nach langer politischer Debatte liegt der Beschluss zum Neubau einer Fünf-Gruppen-Kita jetzt auf dem Tisch. Entscheidend ist, dass die neue Einrichtung am Ostring hinter dem Netto-Markt im Sommer 2020 mit den geplanten 95 Plätzen zur Verfügung steht. Die schnelle Umsetzung war das Kriterium, was letztlich ausschlaggebend war, und das am Mittwoch für eine knappe Mehrheit im Stadtrat sorgte. Christian Reismann, der zusammen mit Hubert Milte als Investor den Kindergarten bauen lässt und später an die Stadt vermietet, sagt dazu auf Anfrage: „Der Zeitplan ist natürlich ambitioniert, aber er ist machbar.“

Bis zum nächsten Sommer

Der Kindergarten werde nicht unterkellert und das Gelände sei baureif, so Reismann. Auch eine Bebauungsplanänderung ist nicht erforderlich. Der Bau werde zu 99 Prozent einem Generalunternehmer übergeben. „Wir werden uns jetzt kurzfristig mit der Stadt an einen Tisch setzen und die Bedarfsplanung abstimmen“, so Reismann, der auch schon mit zwei Unternehmen im Vorfeld erste Gespräche geführt hat und auch erste Zeichnungen hat anfertigen lassen, wie die Kita später einmal aussehen könnte. „Wir werden schnellstmöglich den Bauantrag vorbereiten und hoffen auf eine zügige Bearbeitung im Rathaus. Dann ist der Zeitplan bis zum nächsten Sommer einzuhalten.“

Ordentlich Tempo

Auch im Rathaus drückt man nach dem Ratsbeschluss nun aufs Tempo. Schon am Montag soll sich nach unseren Informationen eine Arbeitsgruppe treffen mit Vertretern aus dem Jugendamt, und der Bauplanung unter Leitung des Dezernenten, um die nächsten Schritte abzustimmen. Dabei wird es aber nicht nur um den Standort Ostring gehen. Denn unabhängig davon müssen Lösungen gefunden werden, wie der Fehlbedarf von knapp 140 Plätzen zum nächsten Kita-Jahr aufgefangen werden kann. Unter anderem sollen in der alten Mosaikschule in Hagem zwei zusätzliche Gruppen eingerichtet werden. Und auch der Standort Düppelstraße wird dabei ein Thema sein. Hier hatte sich der Jugendhilfeausschuss bekanntlich schon im letzten Jahr dafür ausgesprochen, eine Vier-Gruppen-Kita zu bauen. Denn der neue Kindergarten am Ostring allein wird nicht ausreichen, um den künftigen Bedarf zu decken. Möglicherweise wird für die Düppelstraße ein Verkehrsgutachten in Auftrag gegeben, denn die Verkehrsanbindung ist problematisch. Anlass für ein mögliches Verkehrsgutachten ist ein Urteil des Verwaltungsgerichtes Gelsenkirchen Ende letzten Jahres. Die Richter hatten einem Nachbarn einer Kita in Dortmund-Dorstfeld recht gegeben, der den massiven Autoverkehr vor seinem Haus nicht länger hinnehmen wollte. Bei der Erteilung der Baugenehmigung im Juni 2016 war es laut Gericht versäumt worden, Regelungen für den An- und Abfahrt-Verkehr zu schaffen. Das Gericht hatte die Baugenehmigung deshalb gekippt. Und das soll sich in Datteln natürlich nicht wiederholen.

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