Bürgermeisterkandidatin in Datteln. Linken-Politikerin Petra Willemsen in ihrem Garten. Sie will die Früchte ihrer Arbeit der vergangenen Jahre ernten
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Petra Willemsen in ihrem Garten. Sie will die Früchte ihrer Arbeit der vergangenen Jahre ernten.

Nachgefragt

Kommunalwahl in Datteln: Fünf Fragen an Bürgermeister-Kandidatin Petra Willemsen

  • Uwe Wallkötter
    vonUwe Wallkötter
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In Datteln wird bei der Kommunalwahl am 13. September auch der Bürgermeister/die Bürgermeisterin gewählt. Wir möchten alle Kandidaten und Kandidatinnen einzeln vorstellen. Heute: Petra Willemsen (Die Linke).

  • Die Kommunalwahl findet auch in Datteln am 13. September statt.
  • Unter anderem wird der Bürgermeister/die Bürgermeisterin gewählt.
  • Wir haben der Kandidatin Petra Willemsen (Linke) fünf Fragen gestellt.

Wenn am 13. September bei der Kommunalwahl in Datteln die Kreuze gemacht werden, wird auch der Bürgermeister/die Bürgermeisterin gewählt. Sechs Kandidaten treten gegen Amtsinhaber André Dora an.

Kommunalwahl in Datteln: Das ist Petra Willemsen (Die Linke)

Wir haben allen Bewerberinnen und Bewerbern vor der Kommunalwahl in Datteln dieselben fünf Fragen gestellt. Heute setzen wir die Reihe mit Thomas Benterbusch von der CDU fort. Einen ausführlichen Artikel über den Kandidaten lesen Sie in der Samstagsausgabe der Dattelner Morgenpost sowie im ePaper.

2021 läuft der Stärkungspakt aus, die Stadt Datteln steht dann nicht mehr unter der strengen Finanzkontrolle der Bezirksregierung. Sehen Sie angesichts der Finanzlage der Stadt Spielraum für Steuersenkungen und wie wollen Sie diese gegenfinanzieren?

Ja, ich sehe einen Spielraum für eine schrittweise Senkung der Grundsteuer B. Die sogenannte „Mietsteuer“ betrifft alle Haushalte und Liegenschaften in unserer Stadt, sodass eine Senkung für jeden Dattelner Einwohner spürbar ist. Als Gegenfinanzierung schlage ich die Minderaufwendungen für Sach- und Dienstleistungen in Höhe von rund 2,8 Millionen Euro vor. (Haushaltsjahr 2018).

Die Castroper Straße bleibt auch nach Fertigstellung der B 474n das Sorgenkind des Dattelner Verkehrs? Welche Pläne haben Sie, um hier zu Verbesserungen zu kommen?

Grundsätzlich benötigen wir ein ausgewogenes Verkehrskonzept für ganz Datteln, das alle Verkehrsteilnehmer berücksichtigt. Ich werde mich dafür einsetzen, dass Kreisverkehre den langen Rückstau ausgleichen. Ebenso muss eine „intelligente“ Vorrangschaltung mit den Vestischen Verkehrsbetrieben ausgehandelt werden.

Klimaschutz ist in aller Munde, der Umstieg vom Auto aufs Rad ein Baustein für die Verbesserung der Klimabilanz. Aber Datteln ist für Radfahrer nach wie vor ein gefährliches Pflaster. Wie wollen Sie die Sicherheit der Radfahrer verbessern, wie den Umstieg aufs Rad in Datteln attraktiver machen?

Viele Dattelner Bürger würden gern öfter ihr Fahrrad nutzen, wenn die Radwege sicherer wären. Als erste Maßnahme sehe ich eine auffällige Kennzeichnung aller Radwege in einem kräftigen Rot. Ein Radwegekonzept mit Beteiligung der Bürger ist zeitnah umzusetzen. Dazu gehören z.B. eine durchgehende Radverbindung an den Kanälen und eine größere „Pufferzone“ zwischen den Parkstreifen und den Radwegen z.B. an der Castroper Straße.

Datteln hat mit der Haard und den Kanälen viel Freizeitpotenzial, das aber noch lange nicht ausgeschöpft ist. Wie wollen Sie die Kanalstadt in Sachen Freizeitgestaltung attraktiver machen?

Wir haben schon jetzt viel zu bieten. Ich stelle mir vor, dass wir an exponierten Flächen diese Gebiete auf einem „Freizeitführer“ für alle sichtbar machen. Eine Karte von Datteln, auf der die Sehenswürdigkeiten und Erholungsgebiete besonders gekennzeichnet sind. Die Aufenthaltsqualität am Dattelner Hafen kann noch deutlich durch einladende Bänke, einen Spielplatz für Kinder und Restaurationen aufgewertet werden.

Noch hat Datteln einen im Vergleich zu den Nachbarstädten attraktiven Einkaufsstandort, der sich aber einer zunehmenden Online-Konkurrenz erwehren muss. Mit welchen Maßnahmen wollen Sie den Standort stärken?

Ich möchte an dieser Stelle unsere Geschäftsleute loben, die durch ihren Einsatz für eine attraktive Innenstadt sorgen. Wirtschaftsförderung ist für mich Chefsache, da die Unternehmen auch für das Wohl der vielen Arbeitnehmer in unserer Stadt stehen. Das Thema Digitalisierung und Online-Handel ist eine Herausforderung, der wir uns nur gemeinsam stellen können. Bei der Umstellung auf den Online-Handel bedarf es nicht nur besonderer Kenntnisse, sondern auch zusätzlichen Personasl und Marketingstrategien. Hierbei dürfen wir als Stadt die Geschäftsleute nicht alleine lassen. Der Aufbau einer z.B. von der Stadt gemanagten Internetpräsenz wäre eine sehr gute Möglichkeit, den Druck von den einzelnen Unternehmen zu nehmen.

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