Stefan Luczak (49) will als UBP-Kandidat Bürgermeister von Datteln werden.
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Stefan Luczak (49) will als UBP-Kandidat Bürgermeister von Datteln werden.

Nachgefragt

Kommunalwahl in Datteln: Fünf Fragen an Bürgermeisterkandidat Stefan Luczak (UBP)

Vor der Kommunalwahl in Datteln stellen wir allen Bürgermeisterkandidaten dieselben fünf Fragen. Heute: UBP-Bewerber Stefan Luczak.

  • Nur noch wenige Tage bleiben bis zur Kommunalwahl in Datteln.
  • Unter anderem wird ein neuer Bürgermeister gewählt.
  • Wir haben allen Kandidatinnen und Kandidaten dieselben fünf Fragen gestellt. Heute: Stefan Luczak (UBP).

Bei der NRW-Kommunalwahl werden neben dem Stadtrat oder dem Ruhrparlament auch die Bürgermeister der Städte gewählt. In Datteln würde diesen Job unter anderem Stefan Luczak gerne übernehmen. Wir haben auch dem UBP-Kandidaten fünf Fragen zu seiner Kandidatur gestellt.

Kommunalwahl in Datteln: Das ist UBP-Kandidat Stefan Luczak

2021 läuft der Stärkungspakt aus, die Stadt Datteln steht dann nicht mehr unter der strengen Finanzkontrolle der Bezirksregierung. Sehen Sie angesichts der Finanzlage der Stadt Spielraum für Steuersenkungen und wie wollen Sie diese gegenfinanzieren?
Der Stärkungspakt war eine gute Mischung aus finanziellen Unterstützungsleistungen und dem Druck auf die Städte, Kosten einzusparen. Es wäre fahrlässig, jetzt wieder in alte Zeiten zu verfallen. Ich werde dafür sorgen, dass sämtliche Ausgaben der Stadt detailliert auf Sinnhaftigkeit geprüft und Alternativen erarbeitet werden. Ich werde mit jedem Steuereuro verantwortlich umgehen, denn es ist das Geld der Bürger.

Die Castroper Straße bleibt auch nach Fertigstellung der B 474n das Sorgenkind des Dattelner Verkehrs? Welche Pläne haben Sie, um hier zu Verbesserungen zu kommen?
Einer meiner ersten Amtshandlungen wird es sein, dieses Problem nachhaltig zu lösen. Ich kenne keinen Dattelner, der nicht mit dem Kopf schüttelt, wenn er auf die Castroper Straße angesprochen wird. Hier hat die Stadtplanung schlichtweg versagt. Das muss man so deutlich sagen. Die Castroper Straße muss zum einen optisch schöner werden, aber auch ein Dreiklang zwischen PKW-Verkehr, der rollen muss, sicheren Fahrradwegen und einem sauberen Fußweg.

Klimaschutz ist in aller Munde, der Umstieg vom Auto aufs Rad ein Baustein für die Verbesserung der Klimabilanz. Aber Datteln ist für Radfahrer nach wie vor ein gefährliches Pflaster. Wie wollen Sie die Sicherheit der Radfahrer verbessern, wie den Umstieg aufs Rad in Datteln attraktiver machen?
Ich sehe die Situation nicht so schlecht wie von Ihnen beschrieben. Das Radwegenetz muss besser werden, aber in den Außenbereichen haben wir schon ordentliche Fahrradwege. Klimaschutz ist wichtig, aber wir sollten jetzt auch nicht in Hysterie verfallen. Mir ist es beispielsweise wichtig, Ampelanlagen durch Kreisverkehre zu ersetzen. Ein flüssiger Verkehr, der weniger Emissionen freisetzt, ist in der Klimabilanz nicht zu unterschätzen. Mein Ansatz ist ganzheitlich, das bedeutet Fußgänger, Radfahrer sowie den PKW- und LKW-Verkehr zu verbinden und nicht gegeneinander auszuspielen.

Datteln hat mit der Haard und den Kanälen viel Freizeitpotenzial, das aber noch lange nicht ausgeschöpft ist. Wie wollen Sie die Kanalstadt in Sachen Freizeitgestaltung attraktiver machen?
Datteln hat in der Tat ein hohes Potenzial an Freizeitmöglichkeiten, das auch von der heimischen Bevölkerung genutzt wird. So ist zumindest mein Eindruck. Wir haben mit der Nähe zum Münsterland auf der einen Seite den Vorteil, dass Freizeitmöglichkeiten in der Nähe sind, die auch wir mit nutzen können – auf der anderen Seite ist die Konkurrenz recht groß, um Gäste in der Freizeit nach Datteln zu locken. Ich setze daher eher auf Qualität statt Quantität. Datteln braucht wieder ein kleines/feines Kanalfest, saubere Spielplätze und zwei bis drei weitere Aktionen.

Noch hat Datteln einen im Vergleich zu den Nachbarstädten attraktiven Einkaufsstandort, der sich aber einer zunehmenden Online-Konkurrenz erwehren muss. Mit welchen Maßnahmen wollen Sie den Standort stärken?
Ich bin da Realist. Die Zukunft ist leider eher der Online-Handel als die Innenstadt. Ich strebe sechs bis acht qualitativ gute Veranstaltungen pro Jahr in der Innenstadt an. In Kooperation mit verkaufsoffenen Sonntagen und einem guten Rahmenprogramm ist eine Innenstadt wieder zu revitalisieren.

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