Oftmals dampfte im vergangenen Jahr am Kraftwerk Datteln 4 gar nichts.
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Oftmals dampfte im vergangenen Jahr am Kraftwerk Datteln 4 gar nichts.

Uniper

Kraftwerk Datteln 4 dampft und zischt - Anwohner sind besorgt - das steckt dahinter

  • Sebastian Balint
    vonSebastian Balint
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Dichte Schwaden über dem Kraftwerk und ohrenbetäubender Lärm verunsichern Anwohner im näheren Umfeld. Uniper verständigt den Bürgermeister von Datteln.

Ein lautes Zischen, gefolgt von mächtigen Dampfschwaden jagte am Montagabend so manch einem Anwohner im direkten Umfeld des Steinkohlekraftwerks Datteln 4 einen gehörigen Schrecken ein. Manch einer befürchtete gar einen Brand im Kraftwerk. Etwa zwei Stunden dauerte das Spektakel. Das Kraftwerk sei nach einer sechswöchigen Pause erstmals wieder angefahren, erklärt Uniper-Pressesprecherin Ilona Flechtner. Nach einer so langen Pause sei es erforderlich, dass das Kraftwerk bestimmte Tests durchläuft, bevor es die Strom-Produktion wieder aufnehmen kann. „Im Laufe der Laststeigerung haben Sicherheitsventile angesprochen“, erklärt Ilona Flechtner. „Diese Ventile dienen der zusätzlichen Sicherheit und sprechen bei bestimmten Betriebszuständen an.“ Das sei aber ein ganz normaler und auch genehmigter Prozess. Der Lärm, den die Anwohner in den angrenzenden Wohnbaugebieten vernommen haben, ist also durch das Einsetzen der Sicherheitsventile entstanden.

Spaziergänger berichtet von stundenlangem Lärm in Datteln

Ein Anwohner berichtet, dass die lauten Geräusche gegen 16.30 Uhr eingesetzt hätten und mit der Zeit auch lauter geworden seien. „Um 17.20 Uhr war ich im Busch, da war es ganz extrem“, schreibt der Mann. Erst gegen 19 Uhr sei der Lärm leiser geworden und dann schließlich vollständig verstummt. „Das Kraftwerk qualmte dann auch nicht mehr so doll.“ Es sei bekannt, dass es, wie auch in diesem Fall, zu Lärmbelästigungen in Datteln führen kann, wenn die Sicherheitsventile im Kraftwerk einsetzen und Druck ablassen, erklärt die Uniper-Pressesprecherin. In der Regel werde aber versucht, betriebliche Vorgänge wie diesen tagsüber durchzuführen, sodass die dabei entstehenden Lärmemissionen die Bürger so wenig wie nur möglich stören. Das Unternehmen setzte noch am Abend die Bezirksregierung, wie auch Dattelns Bürgermeister André Dora über das Geschehen in Kenntnis.

Mehr zum Vorfall Steinkohlekraftwerks Datteln 4 lesen Sie auch am Donnerstag, 7. Januar, in der Print- und E-Paper-Ausgabe der Dattelner Morgenpost.

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