Die Linke lässt "Park & Ride"-Konzept prüfen

Parken am Stadtrand und per Bus in die Dattelner Fußgängerzone

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Datteln. - Zur Entlastung des Innenstadt-Verkehrs und zur verschönerung des Stadtbildes durch überflüssige Parkplätze, will Die Linke eine "Park & Ride"-Möglichkeit für Datteln prüfen lassen.

Parken in der Innenstadt – dieses Thema wurde zuletzt unter anderem im Zuge der Umgestaltung des Schemm-Parkplatzes diskutiert. Der Schemm soll Parkplatz bleiben und damit den direkten Zugang für Autofahrer zur Fußgängerzone sicherstellen. Die Partei Die Linke nimmt zum Thema Parken einen neuen Anlauf und will die Möglichkeit eines „Park & Ride“-Platzes vom Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt, Bauen und Verkehr prüfen lassen. Auf einer Fläche außerhalb der Innenstadt könnten Autofahrer dann ihr Fahrzeug abstellen und per Bus oder Shuttle-Service Richtung Fußgängerzone transportiert werden.

Laut Petra Willemsen, Vorsitzende der Dattelner Linken, wäre eine Parkfläche außerhalb der Innenstadt besonders für Berufspendler und Shoppingbegeisterte geeignet. In der Theorie stellen dann Autofahrer auf dem Weg in die Innenstadt ihr Fahrzeug auf dem „Park & Ride“-Platz ab und können durch öffentliche Verkehrsmittel aber auch durch einen Bus- oder sogenannten Shuttle-Dienst zu einem zentralen Ort in der Innenstadt gebracht werden. Nach Ansicht der Linken würde die Verkehrsbelastung rund um die Fußgängerzone so deutlich sinken. Die Flächen, die zurzeit durch parkende Autos besetzt werden, könnten dann für andere Zwecke genutzt werden, um beispielsweise das Stadtbild zu verbessern. Das Thema Verkehr sei schon Anfang April auf der Tagesordnung des Ausschusses für Stadtentwicklung gewesen, schreibt Die Linke in einem Beschlussentwurf. Auf der Suche nach Alternativen sei eine Parkraumuntersuchung angedacht worden. Die Linke sieht dafür weiterhin Bedarf.

Danielsmeier: Situation entspannt

Shoppingbegeisterte visieren in Datteln gerne das as Kaufhaus Danielsmeier an der Castroper Straße an. Zwei Kundenparkplätze gibt es dort – einen vor und einen hinter dem Gebäude. Zwar habe es laut Geschäftsführer Markus Danielsmeier in der Vergangenheit Probleme gegeben, weil Autos dort länger abgestellt wurden als es die Vorgabe von zwei Stunden erlaubte, seit der Einführung von Parkautomaten habe sich die Situation aber deutlich entspannt. Kunden des Kaufhauses erhalten bei einem Einkauf an der Kasse die zwei Euro für zweistündiges Parken zurück. „Sicherlich gibt es Spitzen, an denen der Parkplatz gefüllt ist“, sagt Markus Danielsmeier. Einen erheblichen Bedarf an der „Park & Ride“-Variante hätte das Kaufhaus aber nicht. „Es gab Überlegungen der Verwaltung, an der Fläche der ehemaligen Pestalozzi-Schule einen Parkplatz zu schaffen“, sagt Danielsmeier. Aus seiner Sicht würden diese Parkmöglichkeiten für das Kaufhaus ausreichen.

Kinderklinik: Parksituation entschärfen

In dem Antrag der Linken wird auch die Kinderklinik als Profiteur von „Park & Ride“ genannt. Diese hätte akuten Mangel an Parkplätzen, da sich zuletzt die Idee eines Parkhauses zerschlagen habe. Kinderklinik-Sprecherin Hannah Iserloh kann das nur bestätigen: „Wir wären über alles froh, was die Parksituation hier entschärfen könnte.“ Ein „Park & Ride“-Platz wäre allerdings auch für die Kinderklinik an mehrere Bedingungen wie eine Nähe zur Klinik und einem Konzept zum Transport der Mitarbeiter gebunden. Ein konkretes Konzept für den Transport der Menschen vom Parkplatz in die Fußgängerzone oder zur Arbeit gebe es laut Petra Willemsen bei der „Park & Ride“-Idee noch nicht. Einen Ort habe die Fraktionsvorsitzende aber schon im Kopf. Das ehemalige Zechengelände Emscher-Lippe an der Ecke Herdieckstraße/Im Löringhof würde ausreichend Fläche bieten. Von dort gebe es laut Willemsen zumindest schon eine funktionierende Nahverkehrsanbindung mit der Buslinie 280 zur Innenstadt.

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