Dichter Qualm dringt aus der Dachgeschosswohnung des Wohnhauses an der Holtbredde. Zu diesem Zeitpunkt, so stellt sich später heraus, ist die 33-jährige Frau bereits tot. Sie wurde von ihrem Nachbarn erwürgt.
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Dichter Qualm dringt aus der Dachgeschosswohnung des Wohnhauses an der Holtbredde. Zu diesem Zeitpunkt, so stellt sich später heraus, ist die 33-jährige Frau bereits tot. Sie wurde von ihrem Nachbarn erwürgt.

Wohnungsbrand an der Holtbredde

Mann aus Datteln überschüttet Frauenleiche mit Lack und zündet sie an

  • Sebastian Balint
    vonSebastian Balint
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Ein Mann soll seine Nachbarin bei einem Streit zu Tode gewürgt, die Leiche mit flüssigen Brandbeschleunigern übergossen und dann angezündet haben. Ihm droht eine Sicherungsverwahrung.

  • Anwohner hatten lauten Streit zwischen Nachbarn gemeldet.
  • Beim Eintreffen der Polizei drang dichter Rauch aus der Dachgeschosswohnung.
  • Dann finden die Beamten eine am Boden liegende, tote Frau.

Vier Monate nach dem Fund einer Frauenleiche bei einem Wohnungsbrand an der Holtbredde hat die Bochumer Staatsanwaltschaft ein sogenanntes Sicherungsverfahren gegen einen dringend tatverdächtigen Hausbewohner beantragt. Der 45-Jährige soll eine 33-jährige Nachbarin bei einem Streit zu Tode gewürgt, die Leiche mit flüssigen Brandbeschleunigern übergossen und dann angezündet haben.

Dem psychisch kranken Beschuldigten aus Datteln droht die zeitlich unbefristete Zwangseinweisung in die geschlossene Straftäter-Psychiatrie. Die Vorwürfe lauten auf Totschlag und schwere Brandstiftung.

Datteln: Innerhalb weniger Stunden überschlagen sich die Ereignisse

Es war der 14. Oktober 2019, als sich innerhalb weniger Stunden die Ereignisse überschlagen hatten: Gegen Mittag war zuerst die Polizei an dem Wohnhaus an der Holtbredde eingetroffen. Anwohner hatten gegen 12.30 Uhr einen lautstarken Streit zwischen Nachbarn aus dem Wohnhaus gemeldet. Kurz nach dem Eintreffen vor Ort hatten die Polizeibeamten dann festgestellt, dass aus der Dachgeschosswohnung des Wohnhauses dichter Rauch drang. Als kurz danach die Feuerwehr erschienen war und sich Zugang zu der Brandwohnung verschafft hatte, hatten die Rettungskräfte eine am Boden liegende, tote Frau vorgefunden. Später entdeckten die Feuerwehrkräfte auf dem Balkon der Nachbarwohnung mit dem nun beschuldigten Nachbarn eine noch lebende Person. Nach Angaben von Landgerichtssprecher Michael Rehaag hat die Staatsanwaltschaft in der nun erhobenen Antragsschrift folgenden Tatablauf rekonstruiert: Nachdem der 45-jährige Beschuldigte auf seine Nachbarin getroffen und mit ihr heftig in Streit geraten war, soll der Dattelner die Frau körperlich angegriffen, mit den Händen am Hals gepackt, sie gewürgt und letztlich so erstickt haben.

Datteln: Sicherungsverfahren soll schnell beginnen

Dann soll der 45-Jährige die Frauenleiche in seiner eigenen Wohnung auf dem Boden abgelegt und „mit Gegenständen überschüttet“ haben. Unter Zuhilfenahme von Verdünner und Lack als Brandbeschleuniger soll der Frauenleichnam dann in Brand geraten sein.

Die Staatsanwaltschaft hat den an einer paranoid-halluzinatorischen Psychose erkrankten Dattelner von vorneherein als schuldunfähig eingestuft. Nach seiner Festnahme am Brandtag und der anschließend notwendigen ärztlichen Versorgung ist der Beschuldigte aktuell bereits vorläufig in einer geschlossenen Psychiatrie-Einrichtung untergebracht. Das Bochumer Schwurgericht wird in einem wohl spätestens Mitte April beginnenden Sicherungsverfahren prüfen, ob der Dattelner mit Blick auf die Geschehnisse als unberechenbar und als Gefahr für die Allgemeinheit einzustufen ist. Eine klassische Bestrafung des psychisch kranken Mannes ist von vorneherein ausgeschlossen.

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