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Ein Blick von der Brücke der Dortmunder Straße auf die Trasse der Hamm-Osterfeld-Bahn. Auf der linken Seite plant die Bahn zum Bereich Fuhlenstraße eine gut 450 Meter lange Schallschutzwand. Die kommt aber frühestens 2024, so die Hiobsbotschaft.

Bahn kann Sperrzeiten nicht einhalten

Anwohner in Meckinghoven sind weiter dem Lärm ausgesetzt - jetzt sind auch die Politiker verärgert

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Im Jahr 2020 sollten entlang der Hamm-Osterfelder-Bahnlinie in Meckinghoven Schallschutzwände entstehen. Dass daraus jetzt erst einmal nichts wird, hat auch die Politiker verärgert.

Update 21. November:

Dass aus den geplanten Schallschutzwänden erst einmal nichts wird, hat auch im zuständigen Verkehrsausschuss für reichlich Unmut bei der Politik gesorgt. Rolf Sonderkamp von der CDU schimpfte auf die Bahn und forderte den Bürgermeister als Chef der Verwaltung auf, eine entsprechende Protestnote an die Bahn zu schicken. „Die Leute in Meckinghoven können einem leidtun. Sie gehören zu den meist lärmgeplagten Bürgern der Stadt.“ Besonders regt sich der Politiker über die Aussagen der Bahn auf: „Frühestens 2023 kann auch nie bedeuten."

Gleicher Meinung war auch Raimund Schorn-Lichtenthäler (sachkundiger Bürger der Linken): „Schallschutz ist keine Kleinigkeit, sondern existenziell für die Bürger.“ 

Update 29. Oktober 17 Uhr:

Jetzt meldet sich auch die Bürgerinitiative Meckinghoven (bim) zu Wort. Sie macht sich für die Bürgerinteressen im Dattelner Süden stark. Der Bereich Lärmschutz an der B 235 und der Güterbahnstrecke durch Meckinghoven ist ein Schwerpunkt der Arbeit der Initiative. Aus Sicht von bim-Sprecher Klaus Meinhövel eine unerfreuliche Entwicklung. 

Immerhin wollte die Bahn im ersten Halbjahr 2020 im Bereich Fuhlenstraße Lärmschutzwände auf einer Länge von 450 Metern errichten. Ärgerlich ist das vor allem für die betroffenen Anwohner, an deren Häusern es deshalb zusätzlichen passiven Schallschutz ebenfalls erst mit erheblicher Verzögerung geben wird.

Unser Bericht vom 29. Oktober 6 Uhr:

Die lärmgeplagten Anwohner warten schon lange drauf, doch sie müssen sich noch länger gedulden: Der Zeitplan der Bahn mit einer Errichtung der Lärmschutzwände im Jahr 2020 ist offensichtlich nicht zu halten. Laut unseren Informationen kann die Bahn die erforderlichen Sperrzeiten der Güterstrecke für die Baumaßnahme nicht einhalten. Denn für die Dauer der Maßnahme kann auf der Strecke durch Meckinghoven kein Zug rollen.

Die eigentlichen Sperrzeiten auf der Strecke waren von Dezember 2019 bis Mai 2020 geplant. Den Genehmigungsbescheid erwartete die Bahn Anfang 2020. Mit einem zeitlichen Vorlauf von neun Monaten für Ausschreibungen und Bauvorbereitung sollte es dann relativ schnell gehen. 

Datteln: Drei Jahre Vorlauf für neue Sperrzeiten

Doch da die Sperrzeiten nun laut Bahn nicht mehr zu realisieren sind, müssen neue Sperrzeiten angemeldet werden - mit einem Vorlauf von drei Jahren. Doch auch der mögliche Termin für das Jahr 2022 sei für die Bahn nicht zu halten. Also wolle man dann 2023 endlich einen neuen Anlauf nehmen. Mit einer Fertigstellung kann dann also frühstens 2024 gerechnet werden. 

Die Lärmschutzmaßnahme wurde bereits 2018 der Dattelner Lokalpolitik vorgestellt.

Die Lärmbelastung für den Ortsteil Meckinghoven durch die Hamm-Osterfeld-Bahn nervt die Süder schon seit vielen Jahren. 65 Güterzüge sind dort täglich im Jahr 2018 über die Schienen gefahren. 

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