Der Dattelner Missbrauchsfall war nun auch Thema am Bundesgerichtshof.
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Der Dattelner Missbrauchsfall war nun auch Thema am Bundesgerichtshof.

Strafprozess

Missbrauch in Datteln: Revision gegen Urteil - so lautet der Beschluss des Bundesgerichtshofes

  • Werner von Braunschweig
    vonWerner von Braunschweig
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Der Bundesgerichtshof (BGH) hat einen Schlussstrich unter eines der wohl dunkelsten Kapitel der jüngeren Dattelner Kriminalgeschichte gesetzt.

Ein wegen Kindesmissbrauchs und Vergewaltigung verurteilter Briefzusteller aus Datteln hat nun endgültig keine Chance mehr auf eine mildere Strafe – in einem aktuellen Beschluss hat der BGH die Revision des 56-Jährigen als unbegründet verworfen.

Rückblick: Die Richter der 8. Strafkammer am Bochumer Landgericht hatten am 3. April 2020 elfeinhalb Jahre Haft verhängt und zusätzlich daran anschließend die unbefristete Sicherungsverwahrung angeordnet. Im Verlaufe der Jahre bis zum Dezember 2018 hatte der alleinerziehende Vater mindestens sieben Mädchen und zwei Frauen (überwiegend Internetbekanntschaften) in seiner Wohnung an der Castroper Straße missbraucht und dabei auch noch gefilmt.

Datteln: Schlaftabletten in Cola oder Milchshakes - Opfer wurden betäubt

Zuvor waren die späteren Opfer durch in Cola oder Milchshakes gemischte Schlaftabletten betäubt worden. Während der Taten hatte der 56-Jährige häufig auch mit Messern oder Nadeln hantiert und bei den bewusstlosen Opfern Verstümmelungen im Brust- und im Intimbereich angedeutet.

Aufgefallen war die Missbrauchsserie, nachdem eines der ahnungslos missbrauchten Mädchen (eine Schulfreundin des Sohnes des Dattelners) nach einem Übernachtungsbesuch auch am Folgetag noch Ausfallerscheinungen gezeigt hatte. In der Klinik waren dann im Blut große Mengen von Arzneimitteln festgestellt worden. Kurz danach wurde die Polizei eingeschaltet, der 56-Jährige festgenommen, seine Wohnung durchsucht und zahlreiche Beweisvideos sichergestellt worden.

Datteln: Revision verworfen - Urteil ist nun rechtskräftig

Der Strafprozess war seit dem Sommer 2019 nahezu ausnahmslos nicht-öffentlich verhandelt worden. Der Briefzusteller hatte gleich zu Beginn ein weitgehendes Geständnis abgelegt. Durch die jetzt vom BGH verworfene Revision ist das Urteil nun rechtskräftig.

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