In Datteln werden die Mülltonnen nicht mehr an einem Tag abgeholt.
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In Datteln werden die Mülltonnen nicht mehr an einem Tag abgeholt.

Neue Touren

Müllabfuhr-Änderung in Datteln: Ausschussvorsitzender reagiert auf Seitenhieb - Konsequenzen angekündigt

  • Fabian Hollenhorst
    vonFabian Hollenhorst
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  • Uwe Wallkötter
    Uwe Wallkötter
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Auf politischer Ebene geht der Streit um die neue Tourenplanung der Müllabfuhr weiter, die auch für viel Kritik aus Reihen der Dattelner Bürger gesorgt hatte.

Update, 4. März, 13.16 Uhr: Die Stadt konterte mit einer Stellungnahme auf die CDU-Kritik, der Betriebsausschuss sei nicht hinreichend informiert worden. Das will Ausschuss-Vorsitzender und CDU-Fraktionsvize Walter Deckmann so nicht stehen lassen.

Der Unternehmer erklärt die ausbleibenden Fragen in der November-Sitzung: Zwei Stunden habe man getagt, in einem Nebensatz zum Thema Müllabfuhr-Änderung sei man informiert worden, dass Tonnen wohl nicht mehr an einem Tag abgeholt werden können. „Doch dann wurde es in weite Ferne geschoben“, sagt Deckmann. Seine Fraktionskollegen und er seien davon ausgegangen, bis zur Umstellung im April noch weitreichender informiert zu werden.

Datteln: Ausschussvorsitzender gesteht Fehler ein - und verspricht Änderungen

Walter Deckmann räumt ein, in seiner Position als Ausschussvorsitzender intensiver hätte nachfragen zu müssen und kündigt Konsequenzen, also Veränderungen, für künftige Ausschusssitzungen an. Welche das sind, darüber habe er seine Fraktion informiert, wollte aber öffentlich nichts sagen.

Nach unseren Informationen will der langjährige Unternehmer Deckmann in Sachen KSD und Betriebsausschuss nichts mehr dem Zufall überlassen. Er will Tagesordnungspunkte kleinteilig besprechen lassen, auch wenn Sitzungen dann auch mal vier bis fünf Stunden gehen könnten.

Datteln: Walter Deckmann: „Den Vorwurf macht man mir nur einmal“

Auf Vertrauensbasis oder aufgrund von Kooperationen, so kündigt Deckmann gegenüber seiner Fraktion an, will er in dem Gremium keine Entscheidungen treffen lassen. „Den Vorwurf des Nicht-Hinterfragens macht man mir nur einmal“, erklärt er.

Unsere Erstberichterstattung: Die ab 12. April geplante Umstellung der bisherigen Mülltourenplanung schlägt weiter hohe Wellen. Die jüngste Kritik der CDU-Fraktion, der dafür zuständige Kommunale Servicebetrieb Datteln (KSD) habe zu wenig detailliert über die Pläne informiert, weist Stadtsprecher Dirk Lehmanski zurück. Die Vorwürfe der Union hinsichtlich mangelnder Kooperation haben beim KSD schon Verwunderung ausgelöst, sagt Lehmanski.

Pläne sind im Betriebsausschuss vorgestellt worden

Er verweist unter anderem auf die Sitzung des Betriebsausschusses vom 24. November 2020. Dort seien die Pläne für die neue Umladestation, die eine Änderung der Tourenplanung erforderlich machen, vorgestellt worden. Dort sei darauf hingewiesen worden, dass nicht mehr alle Tonnen an einem Tag geleert werden.

Seitenhieb an Ausschuss-Vorsitzenden?

Anhand der Chronologie der Betriebsausschuss-Sitzungen sei unschwer zu erkennen, dass die CDU-Fraktion zu jedem Zeitpunkt die Möglichkeit hatte, Fragen bzw. Bedenken oder auch Anregungen zu äußern, betont der Stadtsprecher. „Gerne hätten wir an dieser Stelle die Erfahrungswerte der CDU-Fraktion mit in den Planungsprozess aufgenommen. Dazu muss allerdings der Betriebsausschuss zum Argumentationsaustausch genutzt werden.“ Für Beobachter kann das durchaus auch als Seitenhieb in Richtung des Ausschuss-Vorsitzenden Walter Deckmann (CDU) gewertet werden.

Für den KSD steht jedenfalls fest, dass er „vollumfänglich transparent über die signifikanten Änderungen in der Abfallwirtschaft informiert hat“, heißt es in einer KSD-Stellungnahme.

KSD räumt Fehler bei der Kommunikation ein

Gleichzeitig räumt der KSD noch einmal ein, dass die Kommunikation des neuen Tourenplans nicht gut gelaufen sei. Die detaillierte Information über die neuen Abfuhrzeiten sei erfolgt, nachdem die ersten Abfuhrkalender bereits in der Verteilung waren. Das sei so nicht geplant gewesen, sagt Lehmanski.

Angesichts der kontrovers diskutierten Mülltourenänderung hatte die CDU noch im März eine Präsenzsitzung des Betriebsausschusses gefordert. Diese Sitzung wird allerdings erst am 20. April stattfinden, bestätigt Stadtsprecher Lehmanski auf Anfrage.

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