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Rund 30 Grablampen, Schalen und Figuren wurden in dem Auto an der Sutumer Straße sichergestellt.

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Beutezug auf dem Hauptfriedhof in Datteln: Zahlreiche Betroffene erstatten Anzeige

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  • Fabian Hollenhorst
    Fabian Hollenhorst
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Von den Gräbern auf dem Hauptfriedhof in Datteln sind mehrere Gegenstände gestohlen worden. Nach einem Aufruf der Polizei erstatteten nun Geschädigte Anzeige.

Der Aufruf der Polizei, dass Opfer der Grabräuber auf dem Dattelner Hauptfriedhof Anzeige erstatten sollen, war ein voller Erfolg. Das bestätigt Polizeisprecherin Ramona Hörst. 30 Grablampen, Figuren und Schalen wurden im Juni von den Grabstätten entwendet. Nun seien ungefähr so viele Anzeigen eingegangen wie Gegenstände in dem Täterauto gefunden wurden. Laut der Polizeisprecherin werde es nun eine Zeit dauern, bis die Gegenstände der jeweiligen Anzeige zugeordnet wurden. 

Haftstrafen bis zu zehn Jahren drohen

Sollten die beiden am Friedhof festgenommenen Männer aus Dortmund verurteilt werden, drohen ihn Haftstrafen zwischen drei Monaten und zehn Jahren. Dieses Strafmaß ist vorgesehen für Diebstahl in besonders schwerem Fall. Der liege hier vor, so Ramona Hörst, da die Figuren oder Lampen in einigen Fällen mit Schrauben gesichert oder im Boden eingegraben gewesen seien. Die Polizei hatte bei der Beute auch einen Gummihammer entdeckt, mit dem die Täter offenbar solche gesicherten Grabgegenstände losgeschlagen hatten.

Mutmaßliche Grabräuber gefasst

Zwei Männer waren an der Sutumer Straße zunächst mit einem Auto und später dann auf einem Gelände einer Villa unmittelbar neben dem Friedhof zu Fuß unterwegs. Ein aufmerksamer Zeuge beobachtete die beiden. Besonders auffällig war, dass die Männer erst mit einem leeren, später dann mit einem vollen Sack auf dem Gelände waren, beschrieb der Zeuge. Zunächst entdeckte die Polizei das Fahrzeug der Grabräuber, doch diese Spur führte ins Leere, denn die Kennzeichen waren nicht auf den vorgefundenen Wagen zugelassen. 

Zeuge liefert genaue Beschreibung: Zwei Dortmunder in Datteln gefasst

Es war den guten Beschreibungen des Zeugen zu verdanken, dass diese Spur nicht in eine Sackgasse führte. Denn nur kurze Zeit später konnten die Beamten zwei Männer in der Nähe ausmachen, auf die die Täterbeschreibung des Zeugen zutrifft. Das Duo aus Dortmund (33 und 35 Jahre) bestätigten, auf dem Gelände der Villa gewesen zu sein, mit dem Auto wollten sie aber nichts zutun haben. 

Täter haben es auf Metall abgesehen - Gegenstände wertlos

In besagtem Fahrzeug machte die Polizei einen kuriosen Fund: Rund 30 Grablampen, Schalen und Figuren sowie ein Gummihammer offenbarten sich, als die Polizei den Kofferraum öffnete. Der Verdacht liegt laut Polizei nahe, dass die Täter die Gegenstände nicht weiterverkaufen wollten. Diese seien zum Teil mit Gewalt von den Gräbern demontiert worden. Es wird vermutet, dass das enthaltene Metall für die Täter von größerem Wert ist. 

Die mutmaßlichen Täter wurden von der Polizei festgenommen. Parallel zu den Ermittlungsarbeiten gingen bei der Polizei erste Anzeigen ein, weil am Hauptfriedhof von den Gräbern Gegenstände gestohlen worden waren. Mittlerweile sind einige der Lampen aus dem Auto den erstatteten Anzeigen zugeordnet worden. Die Auswertung der sichergestellten Gegenstände und Spuren dauert aber noch an. 

Grabräuber schwer zu fassen: Polizei auf Zeugen angewiesen

Die Polizei bittet darum, dass weitere Geschädigte von Diebstählen von Gräbern Anzeigen erstatten – soweit noch nicht geschehen, damit die Lampen, Schalen und Figuren konkreten Straftaten zugeordnet werden können. Anzeigen können an jeder Polizeiwache erstattet werden. Grabräuber sind in der Regel nur schwer dingfest zu machen. „Deshalb sind wir auf Zeugenhinweise angewiesen, das ist das A und O,“ sagt Polizeisprecherin Ramona Hörst.

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