Steinkohlemeiler

Demo gegen Datteln 4: So lief der Kraftwerks-Protest auf dem Neumarkt

  • Uwe Wallkötter
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Die Gegner des Kraftwerks Datteln 4 haben zu einer Protestaktion aufgerufen. Auf dem Neumarkt versammelten sich, wie angekündigt, 30 Personen. Und so lief die Demo.

Update, 19. März, 14.30 Uhr: 30 Personen haben sich nach einem Aufruf des Klimabündnisses „Datteln 4 stoppen wir“ am Freitagmittag auf dem Dattelner Marktplatz versammelt. Die Mahnwache fand im Zusammenhang mit dem globalen Protesttag statt, zu dem das Jugend-Klimabündnis „Fridays for Future“ aufgerufen hatte.

Gäste aus den umliegenden Städten

Gekommen waren unter anderem Vertreter der Bürgerinitiative Marl, des Naturschutzbundes Deutschland (NABU), der Baumschutzgruppe Recklinghausen sowie von den „Grandparents for Future“. Teilnehmer Carsten Majewski bestätigte dabei auf Nachfrage, dass es für die Umweltbewegung aktuell schwer sei, für ausreichend Präsenz auf den Straßen zu sorgen, „wir haben halt noch Corona.“ Doch das würde nichts an der Dringlichkeit ändern, das Kraftwerk schnellstmöglich wieder vom Netz zu nehmen.

Auf dem Neumarkt in Datteln wurde wieder protestiert - im Bild (am Mikrofon): Roland Schumann vom Klimabündnis Castrop-Rauxel.

Absprachen wurden laut Polizei eingehalten

Wie die Polizei auf Nachfrage bestätigt, wurden sämtliche, zuvor abgesprochenen Auflagen von den Demonstranten eingehalten. „Alle haben Maske getragen und auch die Abstände wurden eingehalten“, sagt Polizeisprecherin Annette Achenbach. Die Veranstaltung sei durchweg friedlich verlaufen, sagt sie.

Das hatten wir zunächst berichtet (18.3.): Die Initiative „Datteln 4 stoppen wir“ ruft nach längerer Pause wieder zu einer Kundgebung gegen das Dattelner Kraftwerk auf. Am Freitag (19.3.) ist um 12 Uhr eine Mahnwache auf dem Neumarkt geplant, zu der 30 Personen erwartet werden. Das Bündnis hatte im vergangenen Jahr mehrere Aktionen unterstützt - unter anderem demonstrierten Kraftwerks-Gegner auf ihren Fahrrädern gegen Datteln 4.

Protestaktionen am Kraftwerk Datteln 4 sind keine Seltenheit.

Die IG Meistersiedlung mit ihrem Vorsitzenden Rainer Köster ist ebenfalls erklärter Gegner des umstrittenen Kohlemeilers am Kanal. Die Interessengemeinschaft konzentriert sich bei ihrem Protest allerdings mehr auf das juristische Vorgehen. Gegen den neuen Bebauungsplan wurde durch mehrere Mitglieder der IG Meistersiedlung aus Datteln erneut eine sogenannte Normenkontrollklage beim OVG Münster eingereicht. „Jetzt wurden wir durch unseren Rechtsanwalt darüber unterrichtet, dass die mündliche Verhandlung in dieser Sache vor dem 10. Senat am Donnerstag, 26., und Freitag, 27. August 2021, stattfinden wird“, sagt Rainer Köster.

Sprecher der IG Meistersiedlung: „Es werden spannende Tage“

Für die IG Meistersiedlung seien das die entscheidenden Tage, wo festgestellt wird, „ob unsere Rechtsauffassung bezüglich des Standortes von Datteln 4 richtig ist. Es werden für uns spannende Tage“, betont der IG-Sprecher. Im Mai jährt sich übrigens die offizielle Inbetriebnahme des Kohle-Meilers zum ersten Mal.

Rubriklistenbild: © Jörg Gutzeit

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