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Der Verkehrssicherheitsberater Erich Kunze hält Ausschau nach Geisterradlern, die nicht wie dieser Fahrer, auf der falschen Seite fahren.

Polizei in Datteln

Geisterradlern auf der Spur

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DATTELN - Verkehrssicherheitsberater der Polizei führen Kontrollen durch. Heute waren sie an der Castroper Straße.

„Stellen Sie sich folgende Situation vor: Sie kommen von einem Parkplatz und fahren auf die Straße. Wo schauen Sie hin? Richtig, nach links“, sagt Polizeihauptkommissar Jörg Teichert und schildert, wie schnell ein Unfall zwischen Fahrrad- und Autofahrer entstehen kann. Grund dafür seien die sogenannten Geisterradler, die mit ihrem Fahrrad auf der falschen Seite unterwegs sind.

Geisterradler seien ein „Dauerbrenner“, sagt Teichert. Zu viele Menschen befahren zu oft die falsche Straßenseite und setzen sich und andere Verkehrsteilnehmer dadurch einer Gefahr aus. Aus diesem Grund haben die Verkehrssicherheitsberater der Polizei heute Kontrollen durchgeführt. Bis zum Mittag haben die Polizisten sieben Fahrradfahrer aus dem Verkehr gezogen. „Da sind wir konsequent“, sagt Teichert. Wer falsch fährt, zahlt Strafe. Allein das Fahren auf der falschen Seite kostet den Fahrradfahrer 20 Euro. Wenn er zusätzlich den Verkehr behindert, steigt die Strafe auf 25 Euro. Wer dadurch den Straßenverkehr gefährdet oder gar einen Unfall baut, muss mit einer Strafe in Höhe von 30 bzw. 35 Euro rechnen. Ziel ist es, das Massenproblem zu hemmen.

„In Datteln haben wir eine besondere Unfallbelastung bei Radfahrern“, sagt Teichert. Zusätzlich zur Strafe klären er und seine Kollegen in einem verkehrserzieherischen Gespräch auf. „Die falsche Seite zu benutzen ist wirklich gefährlich an Einmündungen“, sagt Teichert und nennt vor allem die Castroper Straße und Schürenheck als Beispiel für viele Unfälle.

Jedes Jahr machen die Verkehrssicherheitsberater eine Aktion wie diese, um Geisterradler aufzuklären. Und auch am Mittwoch werden die Polizeibeamten wieder in der Kanalstadt die Augen offen halten und Geisterradlern auf der Spur sein.

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