75 Bomben hat er schon bearbeitet: Thomas Mosel von der Dattelner Feuerwehr.
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75 Bomben hat er schon bearbeitet: Thomas Mosel von der Dattelner Feuerwehr.

Porträt

Explosives Jubiläum

  • Uwe Wallkötter
    vonUwe Wallkötter
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DATTELN - Thomas Mosel kümmert sich bei der Feuerwehr um die Kampfmittelbeseitigung. Die letzte Bombe war seine 75.

Seit 1990 ist Thomas Mosel bei der Dattelner Feuerwehr. Vor zwölf Jahren übernahm er neben dem normalen Dienst als Feuerwehrmann noch eine zusätzliche Aufgabe, die mitunter dazu führen kann, dass Hunderte Bürger für Stunden ihre Häuser verlassen müssen, wie die Menschen im Dümmer schon mehrmals in diesem Jahr schmerzlich erfahren mussten. Der gebürtige Ahsener ist nämlich der zuständige Sachbearbeiter für Kampfmittelbeseitigung – quasi der Mann für die Weltkriegsbomben.

Bei der letzten Entschärfung hatte der 49-Jährige ein Jubiläum – es war seine 75. Bombe. Und angesichts der Blindgängerfunde in Datteln und der noch bevorstehenden Bauvorhaben ist Mosel sicher, die 100 auch noch zu schaffen.

Mosel wird bei jedem Tiefbauvorhaben eingeschaltet. Er ist quasi das Bindeglied zwischen den Bauherren und dem Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Arnsberg. Mosel fordert dann Luftbildauswertungen für das jeweilige Bauvorhaben an und koordiniert im Fall der Fälle die entsprechenden Maßnahmen mit den Bombenentschärfern, Stadtverwaltung und Feuerwehr.

Bei der Frage nach seinem spektakulärsten Bombenfall braucht der Ahsener nicht lange zu überlegen: 16. Januar 2018, Tannenbergstraße. Da musste nicht nur der geplante Evakuierungsradius verdoppelt werden, weil die Bombe größer war als erwartet, sondern es drohte zwischenzeitlich sogar die Sprengung des Blindgängers.

Wenn die Kampfmittelexperten mit der eigentlichen Entschärfung beginnen, ist auch Thomas Mosel außerhalb des Gefahrenbereichs. Aber so ganz ungefährlich ist der Job trotzdem nicht. „Wenn wir eine bewegte Bombe haben, bekommt man schon ein mulmiges Gefühl“, erzählt Thomas Mosel. Wie bei einem Bombenfund an einem Dattelner Kindergarten passiert.

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