Das Rätselraten um die Zukunft des Schießplatzes Losheide geht weiter.
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Das Rätselraten um die Zukunft des Schießplatzes Losheide geht weiter.

Schießplatz Losheide

Gericht schlägt Einsatz eines Mediators vor

  • Uwe Wallkötter
    vonUwe Wallkötter
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DATTELN - In Sachen Schießplatz Losheide sind die Fronten verhärtet.

In Sachen kontaminierter Schießplatz Losheide gibt es eine neue Entwicklung. Bekanntlich liegen die Kreisverwaltung Recklinghausen und der Betreiberverein Schießplatz Losheide e.V. juristisch im Clinch. Denn es geht um die Frage, ob der Verein die Kosten für erforderliche Bodengutachten im Wert von 30.000 Euro bezahlen muss. Der Kreis sagt ja, der Verein will sich diese Kosten nicht ans Bein binden. Nun soll nach unseren Informationen ein Mediator zwischen den beiden Parteien vermitteln.

Das ist die Empfehlung des Verwaltungsgerichtes Gelsenkirchen. Vereinfacht dargestellt, ist ein Mediator ein Vermittler zwischen zwei streitenden Parteien. Ein Mediator greift dann ein, wenn Diskussionen oder Verhandlungen so festgefahren sind, dass beide Parteien keine Konfliktlösung finden, die allen Beteiligten gerecht wird. Der Mediator ist dabei unparteiisch. Wann es zu diesen Mediations-Gesprächen kommt, ist noch nicht terminiert.

Im Herbst letzten Jahres hatte die Kreisverwaltung dem Betreiberverein der Schießanlage, wie berichtet, eine entsprechende Ordnungsverfügung zugestellt, in dem der Verein aufgefordert wurde, die Sanierungsuntersuchungen bis Mitte Dezember in Auftrag zu geben. Dagegen hat der Verein Klage beim Verwaltungsgericht eingereicht. Im Dezember hatte der Verein erstmals eine Fristverlängerung zur Abgabe der Klagebegründung beantragt. Darauf hatte sich der Kreis eingelassen. Bei der zweiten beantragten Fristverlängerung bis Mitte Februar wollte der Kreis aber nicht mehr mitspielen.

Die Klage hat keine aufschiebende Wirkung. Deshalb wollte der Kreis zunächst zum Mittel der sogenannten Ersatzvornahme greifen, bei der die Behörde selbst ein Gutachterbüro mit der Untersuchung betraut. Die Kosten wollte man dann später dem Schießverein in Rechnung stellen. Davon hat der Kreis später Abstand genommen und wollte erst den Ausgang des Gerichtsverfahrens abwarten. Neben der Klage in der Hauptsache liegt beim Verwaltungsgericht auch ein Eilantrag des Schießvereins gegen die vom Kreis geplante Ersatzvornahme vor. Es geht um weitere Boden- und Wasseruntersuchungen, die als Vorbereitung einer späteren Sanierung des kontaminierten Geländes dienen. Durch den jahrzehntelangen Schießbetrieb ist das Areal insbesondere mit extrem hohen Bleiwerten belastet.

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