Angela Riphaus, Inhaberin der Amandus-Apotheke, mit einem Selbsttest
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Angela Riphaus, Inhaberin der Amandus-Apotheke, sagt, dass die Anweisungen zur Durchführung eines Selbsttests ganz penibel eingehalten werden müssen, um ein brauchbares Ergebnis zu erhalten.

Coronavirus

Schnelltests: Dattelner Fachleute warnen vor trügerischer Sicherheit

  • Sebastian Balint
    vonSebastian Balint
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Schnell- und Selbsttests sind ein weiteres Mittel im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Wir haben in der Apotheke und an Schulen nachgefragt, wie es klappt mit den Tests.

Sogenannte Selbsttests, die das Coronavirus nachweisen, sind ein weiterer Baustein, um die Verbreitung von Covid-19 einzudämmen. Angela Riphaus, Inhaberin der Amandus-Apotheke in der Dattelner Innenstadt, verkauft die Tests. Sie hält sie grundsätzlich für ein gutes Instrument, um für eine Entlastung des Gesundheitssystems zu sorgen. Aber: Die Tests seien als Hilfsmittel zu verstehen, um möglichst breitflächig prüfen zu können, wie sich das Virus verbreitet. Für ein endgültiges, sicheres Ergebnis müsse im Falle einer positiven Testung noch ein PCR-Test folgen. Und: Werden die Tests nicht richtig durchgeführt, könnten die erzielten Ergebnisse nicht nur irreführend, sondern am Ende sogar gefährlich werden – weil sich die Getesteten in falscher Sicherheit wägen.

Dattelner Gymnasium testet ab Montag

700 Schnelltests hat das Comenius-Gymnasium in Datteln jetzt erhalten. Ab Montag sollen die Schüler getestet werden. „Gehen wir von fünf Tagen Inkubationszeit aus, wären wir nach einer Woche Präsenzunterricht genau im passenden Zeitfenster, um mögliche Infektionen festzustellen“, sagt Schulleiterin Regina Brautmeier. Sie bedauert jedoch, dass die Anzahl der gelieferten Tests sehr knapp bemessen sei. Immerhin besuchen 680 Schüler das Gymnasium in Datteln. „Gerne hätten wir mehr Tests gehabt und einige Probetestungen durchgeführt, um die richtige Anwendung auszuprobieren“, sagt die Schulleiterin. Und sie fügt hinzu: „Wir können nicht nachtesten, wenn ein Ergebnis nicht eindeutig ist oder der Test fehlerhaft durchgeführt wurde.“ Wohlgemerkt: Die Tests an den Schulen sind freiwillig - auch am Comenius-Gymnasium können die Eltern dem Test für ihre Kinder widersprechen. „Nur elf Eltern haben davon glücklicherweise Gebrauch gemacht“, sagt Regina Brautmeier.

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