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Wilfried Krull und der Seniorenbeirat werben auch mit einem Porsche für die Teilhabe älterer Menschen.

Seniorenbeirat

Seniorenbeirat fordert: Schluss mit Bildern alter Tattergreise

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Wilfried Krull vom Seniorenbeirat Datteln ist sich sicher: Die älteren Menschen werden im Alltag kaum noch wahrgenommen, obwohl 9557 Menschen, die älter als 62 Jahre sind, in Datteln leben. Er will, dass sich etwas ändert - und das möglichst schnell. 

 „In der Regel werden ältere Menschen mit Gebrechlichkeit und Pflegebedürftigkeit in Verbindung gebracht“, sagt Seniorenbeirat Wilfried Krull (70). „Die Chancen und Potenziale, die sich aber durch die Integration älterer Menschen ergeben, werden kaum wahrgenommen.“ Er will daran nun endlich etwas ändern. 

Seniorenbeirat in Datteln: Ein Video über Kompetenz, Kaufkraft und Humor

Wilfried Krull hat bereits einen Tablet-Kurs für Senioren ins Leben gerufen, jetzt hat sich der Seniorenbeirat auch mit dem Porschezentrum Recklinghausen zusammengetan, um das Bild alter Tattergreise aus den Köpfen der Menschen zu bekommen. Gemeinsam haben sie einen kurzen Film gedreht, der auch auf YouTube zu sehen ist.  

Das Video ist Teil der Bewerbung für den „Goldenen Internetpreis 2019“, der unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat durchgeführt wird. „Der Clip ‚Ist der 23er schon weg?‘ soll Kompetenz, Kaufkraft und den Humor der Senioren widerspiegeln“, erklärt Wilfried Krull.

Krull träumt von Barrierefreiheit in Datteln

„Unser Ziel ist“, so Krull, „den demografischen Wandel gemeinsam mit den jüngeren Generationen zu gestalten.“ Sein Traum sei daher eine barrierefreie Stadt. „Und damit meine ich jetzt nicht nur den Straßenverkehr und den Zugang zu öffentlichen Gebäuden oder Geschäften“, so Krull. „Man muss schon in jungen Jahren an später denken“, sagt Krull. So müsse schon beim Bau von Wohnraum berücksichtigt werden, „dass wir unweigerlich alle älter werden."

Dazu zählen Maßnahmen wie breitere Türen oder ein ebenerdiger Zugang zur Dusche aber auch andere Sicherheitssysteme, mit denen die Senioren im Alter zu Hause leben können. 

Seniorenbeirat Datteln auf der Rehacare

Wilfried Krull besuchte die Rehacare in Düsseldorf, um sich dort über ein Sensoren-System zu informieren. Dort traf er sich mit Prof. Dr. Stefan Link von der Firma PatronuSens. Ihm ist es gelungen, mit seinem Team ein völlig neuartiges Sensoren-System zu entwickeln. „Das System überwacht jeden Raum einer Wohnung“, erklärt der Informatiker. „Stürzt ein Bewohner in einem der Räume, wird sofort eine Art Telefonkette in Gang gesetzt.“ 

Prof. Dr. Stefan Link (l.) erklärt Wilfried Krull sein Sensoren-System.

2500 Euro kostet das System pro Zimmer. „Wir setzen aber auf ein Miet-System“, so Prof. Dr. Link. „Die Kosten liegen dann bei 50 Euro pro Monat, je Zimmer.“ Damit diese Techniken auch für jeden zugänglich sind, hat Wilfried Krull bereits Gespräche mit Versicherern aufgenommen und auch nach entsprechenden Fördertöpfen Ausschau gehalten.

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