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Seit Hedwig Neumann (re.) aus dem Bus an der Haltestelle Kreuzstraße stürzte, ist sie auf die Hilfe ihrer Tochter Renate Book angewiesen.

Busunfall

Seniorin stürzt aus dem Bus: Danach geht ohne Hilfe gar nichts mehr

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Alleine den Bus in Richtung Innenstadt zu nehmen, ist für Hedwig Neumann Vergangenheit. Nach einem schweren Busunfall ist sie an ihren Rollator gefesselt - und an die Hilfe anderer Menschen. 

Am 29. Mai erlitt die 88-jährige Hedwig Neumann bei einem Sturz aus einem Bus schwere Verletzungen. Mit ihrem Rollator stieg sie an der Haltestelle Kreuzstraße ein, im Busfahren war die Seniorin geübt, denn regelmäßg für sie eigenständig in die Innenstadt, um dort die AWO zu besuchen oder Einkäufe zu erledigen. 

Seniorin aus Datteln erinnert sich an Unfallhergang

Nach dem Einsteigen in den Bus der Vestischen mit ihrem Rollator suchte Hedwig Neumann direkt nach einem Sitzplatz. Der Klappsitz klemmte jedoch, so dass sie einen anderen Platz aufsuchen wollte, als der Bus auch schon los fuhr. Die Dame hatte keine Möglichkeit, sich festzuhalten und stürzte rückwärts vor die Hintertür des Busses und schrie dabei auf. Der Busfahrer stoppte zwar, öffnete aber aus unerklärlichen Gründen die Tür, so dass die Seniorin rückwärts auf den Bordstein fiel. 

"Dabei hat sie sich den Lendenwirbel im Rücken gebrochen", sagt Dieter Book, Schwiegersohn von Hedwig Neumann. Von dem Sturz besitzt er Video-Aufzeichnungen. 

Der Busfahrer hat seine Schuld eingestanden, hat jedoch den Sturz aus dem Bus verschwiegen. Seitdem klagt Hedwig Neumann. 

Aufenthalt in fünf Krankenhäusern nach Unfall in Datteln 

Die Verletzung am Rücken war so stark, dass Hedwig Neumann danach fünf Krankenhäuser aufsuchen musste, wo ihr Rücken zementiert wurde. Auch eine Rehamaßnahme stand an. Was die Familie der Betroffenen ärgert, ist, dass sich die Vestische von dem Unfall nichts angenommen hat. Diese verwies nämlich auf den Subunternehmer Reisedienst Wessels.  Familie Book ging bis zu diesem Zeitpunkt davon aus, einen Beförderungsvertrag mit der Vestischen zu haben, wenn man dort sein Ticket kauft. Dass das nicht der Fall sei, erläutert Christoph van Bürk, Pressesprecher der Vestischen. „Wenn Sie ein Ticket kaufen, berechtigt Sie das, befördert zu werden.“ Den Vertrag habe man aber mit der VRR. „Nichtsdestotrotz ist der Unfall von Frau Neumann sehr bedauerlich.“ 

Gleichzeitig merkt die Familie an, dass sich weder die Vestische, noch Wessels nach dem Befinden der Dame erkundigt haben. 

„Wir können und dürfen kommunikativ nicht eingreifen, da das Verfahren noch läuft“, sagt dazu die Vestische. Der Reisedienst Wessels weist diesen Vorwurf jedoch zurück. „Ich habe mich beim Anwalt der Klägerin nach dem Gesundheitszustand von Frau Neumann erkundigt“, sagt Holger Machnik vom Reisedienst Wessels. Zum einen habe man aus datenschutzrechtlichen Gründen keine Kontaktdaten von Hedwig Neumann herausgegeben, zum anderen sei Machnik durch das laufende Verfahren untersagt worden, mit der Dame in Kontakt zu treten. 

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