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Perlatoren sind der Hit unter den skurrilen Diebestrophäen. Was die Diebe mit den kleinen Sieben anstellen oder was ihren besonderen Reiz ausmacht, wird wohl auf ewig ihr Geheimnis bleiben.

Skurrile Diebestrophäen aus der Kinderklinik

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DATTELN - In den Dattelner Krankenhäusern reagiert man auf Langfinger. Denn gestohlen wird anscheinend alles, was nicht angekettet ist.

Hoch im Kurs bei Langfingern stehen Klobrillen, Toilettenpapier und Wasserflaschen, die aus der Kinder- und Jugendklinik in Datteln gestohlen werden. Das teilt Pressesprecherin Hannah Iserloh auf Nachfrage mit. „Die Wasserflaschen wurden wohl vor allem des Pfandes wegen gestohlen.“ Das könne so genau bestimmt werden, weil der Wasserflaschen-Diebstahl geendet habe, nachdem die Krankenhausleitung sich dafür entschieden hatte, keine Pfandflaschen mehr auszugeben. „Seitdem ist zumindest in dem Bereich Ruhe“, merkt Hannah Iserloh an.

Sicherheit ist wichtig

Rebekka Stein, Pressesprecherin im St.-Vincenz-Krankenhaus, teilt auf Nachfrage mit, dass für das Klinikum keine Zahlen vorliegen und man zu einzelnen Vorfällen keine Angaben machen könne. „Aber die Sicherheit unserer Patienten und Besucher liegt uns natürlich am Herzen“, gibt Stein zu verstehen. „Daher werden der Eingang und besonders sensible Bereiche unseres Hauses per Video überwacht. Andere Bereiche sind darüber hinaus Alarm gesichert.“ Zahlen über Diebstähle unter den Patienten haben beide Häuser nicht parat. „Das hat den Grund, dass diese Fälle in der Menge so gering ausfallen, dass wir dazu keine extra Erhebung ausgearbeitet haben“, erklärt die Pressesprecherin der Kinder- und Jugendklinik, Hannah Iserloh.

Kuriose Diebstähle

Von den Streifzügen umherziehender Diebesbanden sind die Krankenhäuser in Datteln bislang verschont geblieben. Und auch beim Diebstahl von Patienteneigentum können sowohl die Kinderklinik als auch das St.- Vincenz-Krankenhaus keine gravierenden Vorfälle melden. Was jedoch gestohlen wird, stellt ein Kuriosum dar. Im Grunde werde alles geklaut, was, im wahrsten Sinne des Wortes, nicht angekettet ist. Aus diesem Grund sei man dazu übergegangen, Laptops und sogar Schaukelpferde im Haus an die Kette zu legen. Ein weiterer „Hit“ unter den beliebtesten Gegenständen im Haus, die geklaut werden, seien die Perlatoren in den Wasserhähnen. „Das ist einfach extrem nervig“, lässt die Pressesprecherin durchblicken.

Auf Nachfrage kann die Pressesprecherin der Polizei, Ramona Hörst, keine Zahlen für die Krankenhäuser in Datteln nennen. „Das Hauptproblem dabei ist, dass es keinen gesonderten Bereich zum Thema Krankenhausdiebstahl gibt“, so Hörst. Hannah Iserloh rät aber grundsätzlich zur Vorsicht. „Wir empfehlen unseren Patienten, immer genau zu überlegen, was sie zu einem Krankenhausaufenthalt mitbringen“, so die Pressesprecherin. „Ob man wirklich das Smartphone, das Tablet und den Laptop braucht, bezweifle ich. Und ob die dann auch noch offen im Zimmer herumliegen sollten, ist ebenso fraglich.“

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