Stadtratsitzung

Stadt öffnet Sporthallen in den Ferien

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Datteln - In den Oster-, Sommer- und Herbstferien stellt die Verwaltung den Vereinen nun zwei Sporthallen zur Verfügung. Und die Gebühren werden deutlich nach unten gesenkt.

Der Unmut der Vereine, die für ihren Sport auf die Nutzung von Sporthallen angewiesen sind, war groß. Neben der Schließung der Hallen in den Ferien waren aus Sicht der Vereine vor allem die hohen Gebühren ein Dorn im Auge, wenn die Vereine in Einzelfällen die Hallen in den Ferien anmieteten. In beiden Fällen wurde jetzt nachgebessert.

Die Schließung der Hallen in den Schulferien bedeutete entweder lange Zwangspausen für den Trainingsbetrieb oder die Suche nach Alternativhallen in anderen Städten. Denn die Kosten von 14 Euro pro Segment und Stunde wollten und konnten sich nicht alle Vereine ans Bein binden. Die Nutzung einer Dreifachhalle schlug mit 42 Euro pro Stunde zu Buche.

Nun hat die Stadt in Gesprächen mit den Vereinen und dem Stadtsportverband einen Kompromiss gefunden, den der Stadtrat in seiner letzten Sitzung abgesegnet hat. In den Oster-, Sommer- und Herbstferien stellt die Verwaltung den Vereinen nun zwei Sporthallen zur Verfügung – allerdings nur in der ersten Hälfte der Ferien. „Das hat den Grund, dass in der zweiten Hälfte die Hallen auf Schäden kontrolliert werden müssen, um diese bis zum Schulbeginn noch beseitigen zu können“, erklärt Peter Amsel, Chef des Stadtsportverbandes. Er bezeichnet die jetzt gefundene Lösung als einen guten Kompromiss. In den Weihnachtsferien bleiben die Sporthallen aber weiterhin dicht.

Neue Regelung für Brückentage

Eine wichtige Neuerung ist auch, dass die Vereine zum Beispiel an Brückentagen am Freitag trotzdem die Hallen am Abend nutzen können. Bislang wurden die Hallen an solchen Tagen oder vor den Ferien mit Ende des Schulunterrichts geschlossen. Durch diese Regelung standen den Sportvereinen zwischen 20 und 25 Prozent weniger Trainingszeit zur Verfügung, rechnete Bürgermeister André Dora im Rat vor.

Eine deutliche Entlastung gibt es bei den Gebühren für die Hallennutzung. In der Ferienzeit müssen die Sportvereine vier Euro pro Segment und Stunde bezahlen, also eine Senkung um zehn Euro pro Stunde. Kämmerer Hans-Jürgen Büker rechnet aufgrund der neuen Regelung, die zum 1. April gilt, mit Mindereinnahmen von rund 4000 bis 4500 Euro, die innerhalb des Haushaltssanierungskonzeptes kompensiert werden können. Der Vereinssport genieße einen hohen Stellenwert und sei wichtig. Insofern hält er die Gebührensenkung trotz der angespannten Finanzsituation der Stadt für eine richtige Entwicklung.

Rubriklistenbild: © Andreas Kalthoff

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