Das Amtsgericht in Recklinghausen.
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Das Amtsgericht in Recklinghausen.

Amtsgericht Recklinghausen

Tankbetrüger und Verkehrsrowdy: So lautet das Urteil gegen einen 21-jährigen Mann aus Datteln

  • Werner von Braunschweig
    vonWerner von Braunschweig
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Nach einer Serie von Straftaten quer durch das Strafgesetzbuch ist ein Paketzusteller aus Datteln am Amtsgericht in Recklinghausen verurteilt worden.

Mehrfach war ein 21-jähriger Datelner als dreister Tankbetrüger unterwegs, mehrfach auch als aggressiver Verkehrsrowdy - acht Monate Jugendhaft auf Bewährung lautet nun das Urteil.

Die Vorfälle passierten zwischen November 2019 und Juli 2020. Fünf Monate nachdem der Paketzusteller in Werne eine Passantin angegriffen hatte, die ihn wegen seiner rasanten Fahrweise an der Weiterfahrt hindern wollte, hatte sich der 21-Jährige in Castrop-Rauxel erneut als Verkehrsrowdy hervorgetan.

Weil ihm das Auto vor ihm zu langsam fuhr, bedrängte der 21-Jährige mit seinem Ford Transit den Autofahrer über mehrere hundert Meter, blinkte mit der Lichthupe, versuchte abwechselnd links und rechts zu überholen. Nachdem er den Audi-Fahrer irgendwann rechts überholt hatte, scherte er waghalsig vor dem anderen Wagen ein, vollzog eine Vollbremsung und provozierte einen Auffahrunfall. An den Fahrzeugen entstand ein Sachschaden in Höhe von insgesamt 5.000 Euro.

Datteln: 21-Jähriger tankte voll und zahlte nie - Tankstellen erstatteten Strafanzeige

Erst volltanken, dann „Märchen erzählen“: Mit dieser Masche tankte der 21-Jährige darüber hinaus auch mindestens dreimal mit unterschiedlichen Fahrzeugen „kostenlos“ an verschiedenen Tankstellen. Im März 2020 zapfte er an einer Benzinstation in Oer-Erkenschwick Diesel, im Juli zweimal in Herne Super für knapp 150 Euro.

In allen drei Fällen hatte der 21-Jährige nach dem Abziehen des Tankrüssels im Tankstellenshop vorgegeben, sein Geld vergessen zu haben, seinen Pass vorgezeigt und versprochen, das Geld später zu bezahlen. Nachdem das nicht passiert war, hatten die Tankstellen Strafanzeige gestellt.

Im Prozess hatte der 21-Jährige ein Geständnis abgelegt. Sein Verteidiger Jens Tuschhoff (Oer-Erkenschwick) ist optimistisch, dass der vorbestrafte Dattelner „es durch die im Verfahren verbüßte Ungehorsamshaft jetzt endlich kapiert hat.“

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