Bereits im Jahr 2015 herrschte Stillstand am ehemaligen Zechenstandort Emscher Lippe 3/4.
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Bereits im Jahr 2015 herrschte Stillstand am ehemaligen Zechenstandort Emscher Lippe 3/4.

Emscher Lippe 3/4

Luxus am Kanal auf „giftigen" Böden: Was wurde aus den Plänen für die Wasserstadt?

  • Fabian Hollenhorst
    vonFabian Hollenhorst
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Dort wo früher Kohle auf Emscher Lippe 3/4 abgebaut und in der Kokerei weiterverarbeitet wurde, sollte die Wasserstadt entstehen - diese Pläne sind mehr als 20 Jahre alt.

  • Wohnen und leben in zentraler Lage unmittelbar am Kanal - das sollte die Wasserstadt werden
  • Böden und Gewässer sind aus Bergbau-Zeiten kontaminiert
  • Stadt und Lokalpolitiker fordern: Verursacher RAG soll Sanierung zahlen

Neben Wohnen sollte die Wasserstadt viele weiter Vorteile bringen: Freizeit- und Erholungsangebot am Wasser, Grünflächen und Sportboothafen sollten das Gesamtbild abrunden. Bis 2013 bemühten sich die Stadt Datteln, das Land NRW und die Bezirksregierung Münster aktiv für das Vorhaben aus den späten 1990er Jahren ein. Seitdem tut sich nichts.

Datteln: Wird es die Wasserstadt überhaupt so geben wie geplant?

Ob das mittlerweile über 20 Jahre alte Vorhaben der Wasserstadt überhaupt noch umgesetzt werden würde – selbst wenn die Böden unbelastet wären – ist fraglich. Der Standort stelle weiterhin eine wichtige Fläche für die Entwicklung der Stadt dar, schreibt die Stadt in der Vorlage des Stadtentwicklungsausschusses

Wohnmobilstellplätze, Hotelangebote sowie Rad- und Wandertourismus könnten die Freizeit- und Erholungspläne der Wasserstadt ergänzen. Die ursprünglich angedachte Wohnbebauung müsse bei der weiteren Planung erneut auf den Prüfstand gestellt werden, obwohl es derzeit mehrere Förderprogramme zum Thema Wohnen von Seiten der Landesregierung gibt, heißt es.

Datteln: CDU-Mann verschärft Kritik: „Giftige" Böden und Gewässer

Ausschussmitglieder, Stadt und NRW.Urban als Eigentümer der Fläche sind sich einig: Nach dem Verursacherprinzip muss die Ruhrkohle für die Sanierung der belasteten Gewässer aufkommen. CDU-Ratsherr Rolf Sonderkamp verschärfte die Kritik Richtung RAG aber nochmals: „Ich rede hier bewusst von Vergiftung der Böden und des Grundwassers“, sagte er. Man sei es den Anwohnern schuldig, für Klarheit zu sorgen.

Auf Nachfrage gab die RAG an, bereits im Herbst 2020 mit Maßnahmen auf der Fläche zu beginnen. Laut Stadt Datteln haben diese Arbeiten aber nichts mit dem Projekt Wasserstadt zutun, sondern mit der Renaturierung des Dattelner Mühlenbachs.

Einen ausführlichen Überblick, was sich in Sachen Wasserstadt seit Ende der 1990er getan hat, warum eine Empfehlung des Ausschusses richtungsweisend sein könnte sowie einen Kommentar zum Thema lesen Sie in der Print-Ausgabe der Dattelner Morgenpost am 21. August. 2020 und in unserem E-Paper.

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