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Prominente Position am Tigg: Die Spielhalle im Eckhaus hat Bestandsschutz.

Zukunft des alten Marktplatzes

Diskussionsrunde brachte erste Erkentnisse: Der Tigg liegt den Dattelnern am Herzen

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DATTELN - Bei der Diskussionsrunde zur Tigg-Zukunft wurde viel diskutiert. Die Beteiligten kamen zu fünf Erkentnissen.

Die Diskussionsrunde am Donnerstagabend zur Zukunft des Tigg brachte fünf Erkenntnisse:

- Genug Geld ist da 1,8 Millionen Euro hat die Stadt bei der Bezirksregierung Münster „angemeldet“, wie Stadtplaner Andreas Beilein erklärte, um den Tigg umzugestalten. „Das müssen wir nicht voll ausschöpfen, wenn es nicht sinnvoll wäre. Aber der Tigg hat ebenso wie der Schemm in unserer Planung eine hohe Priorität und in Münster wurde das genauso gesehen.“ Der Schemm bleibt Parkplatz, das ist beschlossene Sache. Was aus dem Tigg wird, ist noch offen, aber die Mittel sind immerhin vorhanden. Und da für die kommenden Jahre Kanalbauarbeiten am alten Markt unumgänglich seien, könnten in diesem Zuge dann neue Konzepte direkt verwirklicht werden.

- Der Tigg ist Herzenssache Der alte Marktplatz liegt vielen Dattelnern am Herzen. 40 Bürger kamen zu der Diskussion über den Marktplatz. Quartiersmanagerin Annika Siebert bekam zudem im Vorfeld zahlreiche Anrufe von Dattelnern. Diese erzählten von schönen Erlebnissen, berichteten aber auch über den nicht akzeptablen aktuellen Zustand.

- Viele stört die Spielhalle Die Spielhalle, die seit Jahren das Eckhaus am Tigg besetzt, ist dem Großteil der Anwesenden ein Dorn im Auge. Generell sei der Zugang zum Tigg nicht sonderlich einladend, befanden sie. Die schmalere Gasse am Johnny Canone, dem Actionmarkt und dem Jugendcafé Tigg-Tagg vorbei würde besonders in den Abendstunden eher gemieden werden. Neben dem Eckhaus mit der Spielhalle erstreckt sich dann der Tigg in seiner historischen, dreieckigen Form. Für Gastronomien oder Kulturangebote sei das Eckhaus also optimal. „Aber die Spielhalle ist schon so lange da und hat deshalb Bestandsschutz“, erklärte Beilein. „Der Vermieter erhält seine Miete pünktlich und sieht darum keinen Handlungsbedarf.“

- Der Verkehr soll weichen Busse und Autos sehen die Dattelner Diskussionsteilnehmer als störendes Element am Tigg an. Belebung würde dieser Durchgangsverkehr nicht bringen. Wenn der Tigg zu einem Platz mit Aufenthaltscharakter werden soll, müsse der Verkehr weichen. Auf die Parkplätze seien die anliegenden Geschäfte wie der Action-Markt oder auch die Metzgerei Baumeister wohl angewiesen.

- Kein Einzelhandel Den ganzen Weg von der Castroper Straße über den Neumarkt und die Hohe Straße bis hin zum Tigg mit Einzelhandel zu bestücken „schaffen wir niemals“, sagte Stadtplaner Beilein. Für Unruhe sorgte er damit nicht, denn diese Umstände, die auf der Länge der Fußgängerzone und einem zentrierten Kern um die Stadtgalerie herum basieren, waren den Teilnehmern bewusst.

Ideen für die Zukunft gab es reichlich. Anwohner würden beispielsweise nur selten über einen Garten verfügen. Sie könnten einen Aufenthaltsort im Freien, der auch kinderfreundlich ist, gebrauchen. Der historische Charakter würde aber auch ideal für Kunst-, Musik- und Kulturveranstlatungen sein. Auch Abend-, Blumen- oder Kunstmärkte standen hoch im Kurs.

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