Elon Musk will mit SpaceX bald Menschen zum Mars fliegen.
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Elon Musk will mit SpaceX bald Menschen zum Mars fliegen.

Raumfahrt

Elon Musk verrät, wann SpaceX Menschen zum Mars schicken will

Elon Musk ist bekannt als Visionär. Bei einer Veranstaltung in Berlin gibt der Chef von Tesla und SpaceX nun einen Einblick in die Zeitpläne seines Mars-Projekts.

  • Elon Musk ist Chef von Tesla und SpaceX und ein echter Visionär - auch wenn er seine Termine meist nicht einhält.
  • Nun hat Musk erklärt, wann SpaceX erstmals Menschen zum Mars transportieren will.
  • Neues aus Weltraumforschung, Astronomie und Raumfahrt.

Elon Musk ist als Visionär bekannt. Der Chef des Elektroauto-Herstellers Tesla und des Raumfahrtunternehmens SpaceX* hat dabei vor allem ein Ziel: Den Mars*. Musks langfristiger Plan ist es, die Menschheit „multiplanetar“ zu machen. Er will den Mars kolonisieren und Leben auf anderen Planeten verbreiten - was auch der Hintergrund der Gründung von SpaceX ist.

Mit seinen Raketen - allen voran dem in der Entwicklung befindlichen „Starship“* sollen in Zukunft Menschen und Material zur Besiedlung zum Mars gebracht werden. Bei der Verleihung eines Preises in Berlin gab Elon Musk nun einen Einblick in seine zeitliche Planung: „In sechs Jahren wird es uns möglich sein, Menschen auf den Mars zu bringen. Wenn wir etwas Glück haben, klappt es vielleicht sogar schon in vier Jahren“, zitiert der „Business Insider“ Musk. Bereits in zwei Jahren will der SpaceX-Chef „ein unbemanntes Fahrzeug auf den Mars schicken“, fügte Musk demnach hinzu.

SpaceX-Chef Elon Musk ist nicht dafür bekannt, Termine einzuhalten

Allerdings ist Elon Musk nicht gerade dafür bekannt, seine selbst gesetzten Termine einzuhalten. 20216 erklärte Musk, dass SpaceX erstmals 2024 Menschen zum Mars schicken will, der erste unbemannte Flug zum Mars sollte nach damaligen Plänen 2018 stattfinden. Auch die ersten zahlenden Touristen wollte Elon Musk bereits 2018 um den Mond fliegen lassen. Nun ist das Jahr 2020 beinahe zu Ende und noch ist kein SpaceX-Raumschiff zum Mars oder auch nur zum Mond geflogen.

Doch Elon Musk ist auch ein Mensch, der seine Pläne nicht so leicht aufgibt: Für seine Idee, Raketen wiederzuverwenden, wurde er zu Beginn ausgelacht - mittlerweile ist SpaceX mit der in Teilen wiederverwendbaren Rakete „Falcon 9“ gut im Geschäft und schickt neben den eigenen „Starlink“-Satelliten* auch Satelliten von kommerziellen Kunden ins All.

Elon Musk hält an SpaceX-Plänen fest - auch wenn es länger dauert

Auch die mit Astronaut:innen besetzte Raumkapsel „Crew Dragon“ wird von der „Falcon 9“-Rakete ins All transportiert. Ihr Ziel: Die ISS*. Die „Crew Dragon“-Kapseln wurden im Auftrag der US-Raumfahrtorganisation Nasa entwickelt und auch bei diesem Projekt war SpaceX Jahre hinter dem Zeitplan - lieferte jedoch im Jahr 2020 ab*: Bereits zwei Flüge mit Astronaut:innen hat SpaceX in diesem Jahr gestemmt - und weitere sollen folgen.

Der Mars ist Elon Musk ein großes Anliegen, wie auch seine weiteren Äußerungen auf der Veranstaltung in Berlin zeigten: Gefragt, ob das Mars-Projekt ein gutes Geschäft sei oder doch eher der Plan B für die Menschheit, falls die Erde einmal unbewohnbar würde, antwortete der SpaceX-Chef laut „Business Insider“ vergleichsweise emotional: „Wir wollen eine Zukunft haben, die aufregend und inspirierend ist. Es ist wichtig, Freude bei dem zu empfinden, auf das man hinarbeitet. Es kann nicht nur darum gehen, dass man morgens aus dem Bett aufsteht, um Probleme zu lösen.“ Er selbst möchte auf dem Mars begraben werden, fügte er hinzu und scherzte: „Nur nicht beim Aufprall.“ (Tanja Banner) *fr.de ist Teil der bundesweiten Ippen-Digital-Zentralredaktion.

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