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Die Grafik sieht heute so aus, wie wir sie uns 1993 vorgestellt haben - das Remaster von „The Legend of Zelda: Link´s Awakening“ ist ein Fest für Nostalgiker.

Neu für Nintendo Switch

„Zelda: Link´s Awakening“ im Test: Die perfekte Zeitreise

26 Jahre nach Erscheinen des Originals für den Game Boy verpasst Nintendo „The Legend of Zelda: Link´s Awakening“ eine komplette Frischzellenkur. Bestens gereifter Klassiker oder nur lau aufgewärmt?

Ach, wie schön war das damals! Was die Grafikprozessoren in den 80er und 90er Jahren nicht zu leisten vermochten, übernahm einfach unsere Fantasie. Und so strahlte auch „The Legend of Zelda: Link´s Awakening“ in unserer Erinnerung in den schönsten Farben. Dabei war es 1993 für den Game Boy erschienen - und sieht, wenn man es heute betrachtet, schon ziemlich ärmlich aus.

 „Link´s Awakening“ ist - wie erstaunlicherweise die meisten Spiele aus dieser Zeit - optisch eigentlich ganz gut gealtert. Wer sich im vergangenen Jahr eine Playstation Classic gegönnt hat, der weiß genau, wie grauenvoll heutzutage die Spiele aus der Playstation 1-Ära ausschauen.

„The Legend of Zelda: Link´s Awakening“: Zeitloser Klassiker, zeitgemäß modernisiert

Dennoch möchte man sein Zelda heute vielleicht nicht mehr auf einem briefmarkengroßen schwarzweiß-Display mit gefühlt 15 Pixeln spielen. Weil aber immer noch sehr, sehr viele Spieler nostalgische Erinnerungen an „Link´s Awakening“ haben, entschloss sich Nintendo, ein Remake des Titels für die Nintendo Switch herauszubringen.

Und setzt damit die Latte für die Modernisierung von Spieleklassikern gleich mal ein ganzes Stück nach oben. „Link´s Awakening“ ist nicht einfach eines dieser zahllosen, arg hingeschluderten Remaster, bei denen die alte Grafik ein bisschen aufgeblasen und der Code angepasst wird und die dann nostalgischen Gamern für einen Haufen Geld zum zweiten, dritten oder vierten Mal verkauft werden.

„The Legend of Zelda: Link´s Awakening“: Zuckersüße neue Grafik

Nein, „Link´s Awakening“ wurde von Grund auf neu gebaut. Es spielt sich genau wie das Original (mal abgesehen von einigen kleineren Komfortzugewinnen), es fühlt sich vor allem genauso an wie der zeitlose Klassiker von 1993. Es ist aber gleichzeitig ein durch und durch modernes Spiel. Ein Spiel mit vielleicht der hübschesten Grafik, die man derzeit auf der Switch zu sehen bekommt. 

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Alles atmet eine Liebe zum Original, eine Liebe zum Spiel. Link und all die vielen Figuren, die sich in Cocolint tummeln, sehen einfach zuckersüß aus, die Grafik hat etwas plastisches, kindgerechtes - so, ganz genau so haben wir uns damals die Welt von Cocolint in unserer Vorstellung ausgemalt. Die Welt von damals wurde 1:1 in wunderschön nachgebaut, wer damals wusste, wo welcher Dungeon liegt, findet sich auch heute sofort zurecht.

„The Legend of Zelda: Link´s Awakening“: Charmanter Zeitfresser

Das Spiel zeigt - obgleich nach wie vor zugänglich und leicht zu erlernen - dass die Spiele vor 26 Jahren einfach ein ganzes Stück kniffliger waren als heute. Erstaunt stellt man aber fest, dass man selbst als verwöhnter Zocker davon nicht genervt, sondern angespornt wird. Schnell stellt sich der alte Suchtfaktor wieder ein: Nur noch schnell bis zum Dungeon durchschlagen. Naja, wenn man schon mal da ist - kurz reinschauen geht schon noch. Wie, es ist schon weit nach Mitternacht?

„The Legend of Zelda: Link´s Awakening“: Fazit

Damals wie heute profitiert „Link´s Awakening“ unglaublich davon, dass es auf einer mobilen Konsole gespielt werden kann. So steht einem kurzen Abstecher nach Cocolint auch in Bus oder S-Bahn nichts im Wege. Alles in allem kann man sagen, dass das Remake von „The Legend of Zelda: Link´s Awakening“ nicht nur ein Pflichttitel für jeden Switch-Besitzer ist, sondern auch den neuen Maßstab für die Modernisierung von Spieleklassikern darstellt.

Und wer mit „Link´s Awakening“ durch ist und weiteres Zockerfutter für die Nintendo Switch sucht: „Fire Emblem: Three Houses“ ist ein absolutes Meisterwerk geworden, wie unser Test zeigt.

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