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Das übliche Zartgrün der Altro-Mondo-Häuser übertüncht auch im Tönsholt nicht, die Mängel, die die Vermietergesellschaft ihre Mietern zumutet.

Ärger mit Altro Mondo

Mietern soll das Wasser abgedreht werden

DORSTEN - „Es war immer ein Kindheitstraum von mir, im Tönsholt zu wohnen“: Ilona Schäffers Wunsch ist 2014 in Erfüllung gegangen. Heute bereut sie den Umzug in das Viertel: „Seit 2015 haben wir regelmäßig Probleme mit der Altro Mondo, die unsere Vermieterin ist“, sagt Schäffer. Jetzt ist ein vorläufiger Höhepunkt erreicht.

„Die Rheinisch-Westfälischen-Wasserwerke haben uns und Mietern dreier weiterer Häuser für den 4. August eine Wassersperre angedroht, weil die Altro Mondo die Rechnungen nicht bezahlt hat“, erzählt Schäffer.

In Dorsten ist dieses Vorgehen der Altro Mondo nicht neu. Barkenberger Mieter haben einschlägige Erfahrungen mit der Gesellschaft gemacht. Wassersperren wurden Mietern am Himmelsberg und der Dimker Allee ebenfalls angedroht, aber abgewendet, nachdem die RWW sich mit der Altro Mondo in Verbindung gesetzt hatte. „Das sei ein Fehler im Rechnungswesen gewesen“, hieß es seinerzeit.

Einschüchterung der Mieter?

Ilona Schäffer vermutet wie die Barkenberger Mieter auch, dass die Altro Mondo so versucht, Mieter einzuschüchtern, die „Widerspruch gegen die Nebenkostenbescheide eingelegt haben“. Tatsächlich haben sowohl Schäffer als auch Nachbarn in den Häusern 14, 18, 24 und 30 die Nebenkostenabrechnungen nicht in dem von der Altro Mondo geforderten Maß bezahlt: „Uns sind Heizkosten für ein ganzes Jahr in Rechnung gestellt worden, dabei haben wir in dem Zeitraum nur zwei Monate geheizt“, sagt Ilona Schäffer. Ihr Anwalt habe versucht, mit der Altro Mondo zu reden.

„Vergebens“, wie Martin Röper vom Mieterschutzverein auf Anfrage sagte. „Ich habe eine Standard-E-Mail bekommen“, so der Anwalt.

Sehr genaue Beobachtung

Die Rheinisch-Westfälischen Wasserwerke in Mülheim horchen wegen der wiederholten angekündigten Absperrmaßnahmen in den Häusern der Altro Mondo im Tönsholt und in Barkenberg auf: „Wir beobachten die Altro Mondo sehr genau“, so die RWW. Sollten die ausstehenden Beträge, pro Haus etwa 200 Euro, nicht doch noch überwiesen werden, wird RWW die Sperre wie angekündigt am Freitag umsetzen. „Das sind Minimalbeträge. Ich habe den Mietern geraten, in Vorleistung zu treten und die nächste Miete um die Beträge zu kürzen“, meinte der Mieterschutzanwalt.

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