Die so genannten „Tags“ von „Dreamz“ sind in Dorsten mittlerweile an sehr vielen Stellen zu finden. Die Stadt hat deshalb Anzeige gegen unbekannt erstattet.
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Die so genannten „Tags“ von „Dreamz“ sind in Dorsten mittlerweile an sehr vielen Stellen zu finden. Die Stadt hat deshalb Anzeige gegen unbekannt erstattet.

Schmierereien

5000 Euro Belohnung für Hinweise auf Graffiti-Sprayer in Dorsten

  • Markus Geling
    vonMarkus Geling
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Die Schriftzüge „Dreamz“ und „Yuzef“ sind in Dorsten mittlerweile an vielen Ecken zu finden. Ist das Kunst? Die Stadt sagt „Nein“ - und setzt sogar eine hohe Belohnung aus, um die Sprayer zu ermitteln.

Die Stadt Dorsten setzt jeweils 2500 Euro Belohnung aus für Hinweise, die zu den Verursachern der massenhaft im Stadtgebiet sichtbaren Graffiti-Tags „Dreamz“ und „Yuzef“ führen - insgesamt also 5000 Euro.

„Das Ausmaß dieser wohl als ‚Kunst‘ gemeinten, von der Allgemeinheit aber schlicht als Schmiererei wahrgenommenen Namenszüge übersteigt mittlerweile jedes Maß“, heißt es in einer Mitteilung der städtischen Pressestelle. Allein „Dreamz“ habe zuletzt teils mannshohe Namenszüge hinterlassen - am Treffpunkt Altstadt, am Gymnasium Petrinum, an der Aula Petrinum, an der Volkshochschule, der ehemaligen Agatha-Schule sowie am Schulzentrum Pliesterbecker Straße. Viele kleine „Tags“ seien dabei nicht einmal mitgezählt.

Strafanzeige gegen unbekannt

Auch gerade erst aufgestellte neue Bänke und Mülleimer in der Innenstadt waren laut Stadt innerhalb weniger Tage mit „Dreamz“-Schriftzügen vollgekritzelt. Wie viele private Liegenschaften darüber hinaus Opfer dieser Farbsprühattacken wurden, sei nicht bekannt. Die Entfernung der Graffiti habe mittlerweile mehrere tausend Euro Steuergeld verschlungen. Deshalb habe die Stadt in jedem Einzelfall Strafanzeige gegen unbekannt erstattet.

Laut Wikipedia ist ein „Tag“ ein Signaturkürzel, welches das Pseudonym eines so genannten „Writers“ darstellt. Vorrangiges Ziel ist es demnach, einen guten und innovativen „Style“ zu haben - sekundäres Ziel, in einer Stadt, einem Bezirk oder einer Gegend möglichst präsent zu sein.

„Schneise von Schweinereien“

Einen „guten und innovativen Style“ kann der städtische Rechtsrat Karsten Hartmann bei „Dreamz“ und „Yuzef“ aber offenbar so gar nicht erkennen: „Wir werden es nicht mehr akzeptieren, dass Menschen mit offenbar übersteigertem Geltungsdrang und ohne jeden Respekt vor fremdem Eigentum eine derartige Schneise von Schweinereien in unser Stadtgebiet schlagen. Mit der hohen Belohnung hoffen wir auf zielführende Hinweise. Dieses Geld ist auch gut investiert, da wir bei den Tätern natürlich die bisherigen Reinigungskosten geltend machen werden.“

Darüber hinaus schade diese kriminelle Form der skrupellosen Sachbeschädigung auch dem Ruf der ernstzunehmenden und künstlerisch orientierten Graffiti-Szene, heißt es in der Mitteilung weiter. Die Stadt betont, dass sie mit dieser Szene im Jugendbereich gut zusammenarbeite. Und besagte Szene „auch immer wieder legale Möglichkeiten bekommt, ihre Kunst zu leben“.

In Herten verfolgte die Polizei zuletzt zwei Sprayer, die neue Lärmschutzwände besprüht hatten.

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