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Diese Katze ist erst zwei Monate alt. Auch die Samtpfoten, die sich an der A52 aufhalten sollen, sind wohl noch so klein.

Streunerkatzen-Projekt Dorsten

Babykatzen an der A52: Die Chancen stehen schlecht, aber Tierschützerin gibt nicht auf 

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  • Dr. Thomas Schönert
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Conny Sander will die an der A52 in Dorsten ausgesetzten Babykatzen retten. Doch auch die Suchaktion am Wochenende blieb erfolglos. Am Montag startet sie einen weiteren Versuch.


Update 13. Oktober, 16.37 Uhr:

„Es ist wie die Suche nach einer Nadel im Heuhaufen. Und die Chancen stehen mittlerweile sehr schlecht. Die Babykatzen kommen alleine nicht klar.“ Conny Sander vom "Streunerkatzen-Projekt Dorsten" sucht inzwischen seit Tagen nach den vermutlich ausgesetzten Babykatzen an der A 52 zwischen Gelsenkirchen-Scholven und Dorsten. Doch weiterhin ohne Erfolg - und langsam schwindet der Optimismus der Tierschützerin.

Nach dem Aufstellen von Lebendfallen und der Suche mit einem Nachtsichtgerät hat Conny Sander am Wochenende mit 15 anderen Tierfreunden das Gebiet noch einmal durchkämmt - aber ohne Erfolg, von den Babykatzen keine Spur. „Das Gebiet ist einfach zu groß.“

Doch Conny Sander gibt noch nicht auf: Am Montag will sie es noch einmal mit Futterstellen versuchen: „Da müssen wir dann sehen, ob das Futter gefressen wird . . .“

Inzwischen ist eine etwa zwei Jahre alte, streunende Katze in eine der vier Lebendfallen von Conny Sander gegangen. „Sie ist nun in Gelsenkirchen im Tierheim.“

Ursprünglich waren wohl acht Babykatzen in dem Gebiet an der A 52. Zwei wurden tot aufgefunden, zwei andere konnten von einem Autofahrer lebend gesichert werden.

Unsere bisherige Berichterstattung:

„Wir waren mit unserem Nachtsichtgerät am Donnerstagabend zweieinhalb Stunden unterwegs, aber leider nicht erfolgreich. Wir haben keine Katze gesehen“, sagt Conny Sander vom „Streunerkatzen-Projekt Dorsten“.

Die vermutlich ausgesetzten Babykatzen sollen an der A 52 zwischen Gelsenkirchen-Scholven und Dorsten herumlaufen. Ursprünglich waren es wohl acht. Zwei wurden tot aufgefunden, zwei andere konnten von einem Autofahrer lebend gesichert werden. Der verständigte dann Conny Sander.

Die will noch nicht aufgeben, obwohl sie weiß, dass die Überlebenschancen der kleinen Katzen stündlich sinken. Denn: „Ein Spaziergänger hat zwei kleine schwarze Katzen gesehen und mich angerufen. Das könnten sie gewesen sein. Die beiden waren knapp 400 Meter von meiner zweiten Lebendfalle entfernt.“

Die Dorstenerin will der Sache nachgehen, möglicherweise zusammen mit anderen erfahrenen Tierschützern. „Vielleicht unternehmen wir noch eine Aktion, aber das ist noch nicht spruchreif.“


Update 10. Oktober, 17.30 Uhr:

Conny Sander hat noch keine der Babykatzen retten können, die an der A52 auf einem Feld zwischen Gelsenkirchen-Scholven und Dorsten herumlaufen sollen. "Ich werde am Donnerstagabend nochmal mit einer Nachtkamera losziehen. Das ist dann der letzte Versuch", sagt die Frau, die das Streunerkatzenprojekt Dorsten ins Leben gerufen hat.

Sollte sie mithilfe der Kamera die Babykatzen entdecken, könnte sie möglicherweise ihre Lebendfallen noch einmal entscheidend umstellen - denn in die ist bislang nur ein Igel gegangen. "Die Chancen, dass die Babykatzen überleben, sinkt von Stunde zu Stunde. Sie sind ja noch klein und unterkühlt, außerdem haben sie nichts zu fressen, weil sie noch nicht Mäuse jagen können." Deshalb wisse sie auch nicht, ob die kleinen Katzen wirklich noch leben. Aber sie hofft es.

Erstmeldung, 8. Oktober, 19 Uhr:

Ausgerüstet mit zwei Lebendfallen und einer Wildtierkamera will sich Conny Sander am Mittwochmorgen um 9 Uhr auf den Weg zur A52 machen. Zwischen Gelsenkirchen-Scholven und Dorsten sollen dort auf einem Feld zwischen sechs und acht Babykatzen herumlaufen. „Zwei Tiere sind bereits überfahren worden“, sagt die Dorstenerin. „Zwei weitere konnten gesichert werden“ – von einem Autofahrer, der gehalten und anschließend Conny Sander informiert hat. Denn die kennt sich aus: Sie hat am 1. April das „Streunerkatzen-Projekt Dorsten“ ins Leben gerufen.

Die Tiere wurden wohl ausgesetzt

Conny Sander geht davon aus, dass die Babykatzen an der A 52 ausgesetzt wurden – und hofft, dass die kleinen „Samtpfoten“ in ihre Lebendfallen gehen, bevor sie wieder versuchen, die Autobahn zu überqueren. „Ich werde die Fallen mit hochwertigem Futter bestücken, die Katzen werden ausgehungert sein.“

Am Dienstag hatte sie unter anderem Radio Vest verständigt und auch über einen Facebook-Eintrag ein gewisses Medienecho ausgelöst. Das war ihr gar nicht so recht. „Weil es dann Leute gibt, die dorthin fahren und gucken wollen. Das hilft den Tieren aber nicht, sondern verscheucht sie nur.“ Ihr sei es vor allem darum gegangen, dass die Leute auf der A 52 vorsichtig fahren.

Katzenfreundin ist auf Mithilfe angewiesen

Eine ehrenamtliche Kollegin von Sander hat bereits am frühen Dienstagabend eine Lebendfalle abgeholt und aufgestellt. Auch heute wird die Katzenfreundin auf Helfer angewiesen sein. „Die müssen regelmäßig Kontrollgänge machen, denn ich lasse kein Tier länger als zweieinhalb Stunden in so einer Falle.“

Katzen sind auch die Helden vieler großartiger Comics. Der Dattelner Profi-Zeichner Bone Buddrus weiß, warum das so ist.

Katzen verhalten sich in neuen Situationen ihren Besitzern gegenüber ähnlich wie Kleinkinder ihren Eltern gegenüber. Entscheidend ist dabei die Bindung der Tiere an ihre Bezugspersonen.

In Senden ist ein Hund an der Seite seines toten Herrchens gestorben. Der Frührentner lag acht Jahre in seiner Wohnung, bevor seine Leiche gefunden wurde.

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